Chipsicherheitslücke: Erste Klagen gegen Intel

Chipsicherheitslücke: Erste Klagen gegen Intel

Intel, Microsoft und Apple betonten, dass nach ihren Erkenntnissen die Schwachstelle noch nicht für Angriffe ausgenutzt worden sei. Er führte einst selbst die NSA-Abteilung, die auf das Eindringen in Computersysteme spezialisiert ist.

Die Sicherheitslücke war Anfang Januar Woche bekanntgeworden. Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, deswegen sind Prozessoren verschiedenster Hersteller betroffen.

Forscher demonstrierten, dass es möglich ist, sich Zugang zum Beispiel zu Passwörtern, Krypto-Schlüsseln oder Informationen aus Programmen zu verschaffen.

Für einen Geheimdienst wäre die Angriffsmethode umso wertvoller, da sie in den üblichen Log-Dateien keine Spuren hinterlässt.

Branchenriese Intel droht eine Klagswelle: Nach Bekanntwerden der schwerwiegenden Sicherheitslücken in Computerprozessoren sind nun erste Klagen von US-Verbrauchern eingereicht worden. Tech-Firmen sind dabei, die seit Jahren bestehende Lücke so gut es geht mit Software-Aktualisierungen zu stopfen. Nur ein Austausch des Chips oder ein kompletter Neukauf würde das Problem tatsächlich beheben.

Sie argumentieren, dass Intel seit Monaten von der Schwachstelle wusste und ihnen wissentlich schadhafte Chips verkauft wurden. Für Intel könnte die Sache sehr teuer werden: Die bisher eingebrachten Klagen streben den Status von Sammelklagen an.

Forscher machten zwei Angriffsszenarien aus: Mit "Meltdown" kann man Daten aus dem Betriebssystem abgreifen, mit "Spectre" aus anderen Programmen.

Die Forscher und die Unternehmen hatten die Offenlegung bis Jänner zurückgehalten, um in dieser Zeit Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

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