EZB hält keine Steinhoff-Anleihen mehr - Aktie knickt ein

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält keine Anleihen des in eine Krise geratenen Möbelkonzerns Steinhoff mehr. Am Ende des abgelaufenen Jahres hatte sie noch Papiere mit einer Fälligkeit im Jahr 2025 gehalten.

Gemessen am Wert bei der Ausgabe der Anleihe könnte die EZB bis zu 55 Prozent ihres Investments eingebüßt haben. Nach dem Anleihenverkauf war der Kurs der Steinhoff-Aktie gestern Abend um rund 12 % auf 0,51 € gesunken. Gemäß den eigenen Regeln hätte die EZB höchstens 70 Prozent einer einzelnen Unternehmensanleihe erwerben dürfen. Nach den internen Regeln kommen für Käufe nur Anleihen infrage, die von mindestens einer großen Ratingagentur das Gütesiegel "Investmentgrade" für gute Bonität bekommen haben. Dies geht aus den am Montag von der EZB veröffentlichten Daten zu ihren Anleihebeständen hervor. EZB-Präsident Mario Draghi hatte im Dezember Verluste mit den Papieren eingeräumt. In Deutschland laufen seit längerem Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschungen gegen die Nummer zwei im weltweiten Möbelhandel hinter Ikea.

Nachdem bilanzielle Unregelmäßigkeiten bei Steinhoff auftauchten, stufte Moody's das Rating von Steinhoff am 7. Dezember 2017 auf Non-Investment-Grade "B1" herab, gefolgt von weiteren 3 Stufen nach unten am 28. Dezember auf "Caa1". Die Ratingexperten sehen damit ein hohes Ausfallrisiko bei den Krediten des Unternehmens.

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