SPÖ Wien: Zwei Kandidaten für Vorsitz fixiert

Ludwig und Schieder bleiben die einzigen Kandidaten

Der Kreis der Unterstützer für Wohnbaustadtrat Michael Ludwig im Rennen um die Nachfolge von Michael Häupl als Wiener SPÖ-Chef wird immer größer: "Ich werde beim Landesparteitag Michael Ludwig wählen", sagt der Spitzengewerkschafter und Chef der Wiener FSG-Fraktion Christian Meidlinger am Montag zum KURIER. Doch die beiden sind nicht die einzigen, die sich um den Job des langjährigen Stadtchefs Michael Häupl bewerben: Jurist Manfred Arbacher-Stöger hatte bereits im Dezember angekündigt, sich als dritter Kandidat ins Spiel bringen zu wollen – "Heute" berichtete hier.

Neben Ludwig und Schieder bewarben sich fünf weitere Personen, die allerdings von der Wahlkommission nicht auf den Wahlvorschlag gesetzt wurden, da vier davon nicht Mitglieder der SPÖ seien und einer die Mitgliedschaft nur für die Bewerbung beantragt habe.

Laut Meidlinger würde dies die Mehrheit der Delegierten der Gewerkschaft, mit denen er bis dato gesprochen habe, auch so sehen. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen. Wobei Meidlinger betont: "Beide Kandidaten haben sich bei ihrer Präsentation vor der Gewerkschaft hervorragend geschlagen". Immerhin stellt sie 120 von knapp 1.000 Delegierten am Parteitag. Bei einem der weiteren Bewerber handelte es sich laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" um den Verwaltungsjuristen Michael Bernt, der 2015 aus der Partei ausgetreten sei.

Wien- Kandidaten fŸr HŠupl-Nachfolge

Die Entscheidung über die Nachfolge Häupls treffen am 27. Jänner 981 Delegierte an einem Sonderlandesparteitag.

Die erwarteten Kontrahenten werden auf dem Wiener SP-Parteitag am 27. Bei der Abstimmung geht es zunächst um den Vorsitz der Wiener SPÖ. Die Hürde dafür ist jedoch hoch: Ein Bewerber bräuchte eine Zweidrittelmehrheit der rund 1000 Delegierten, um überhaupt zur Abstimmung zugelassen zu werden. Fix ist jedenfalls, dass sich Ludwig und Schieder schon vorher in zwei internen Hearings präsentieren werden.

"Natürlich sind es zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, da muss man sich entscheiden, was man meint, was besser ist für die Zukunft der Stadt und natürlich für die Zukunft der Wiener Sozialdemokratie".

Related:

Comments

Latest news

Skandal-Buch über Trump erscheint auf Deutsch
Dass die ihm zugeschrieben Äußerungen auch tatsächlich so gefallen sind, bestreitet Bannon in seiner Erklärung nicht. Er hätte wissen müssen, dass sie scheinheilig und durchtrieben und nicht unsere Freunde seien, so Bannon.

Conti schnellen nach Kreisemeldung zu möglicher Aufspaltung hoch
Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen über ein solches Szenario berichtet. Für 2018 stellte das Management um Konzernchef Elmar Degenhart einen Umsatz von 47 Milliarden Euro in Aussicht.

Todes-Grippe in England - Kommt sie auch bald nach Deutschland?
Aktuell gebe es in Deutschland sehr wenige H3N2-Fälle und dagegen relativ viele Grippe-Fälle vom Influenza-Typ B. In Deutschland gab es bereits im Winter 2015/16 eine schwere Grippewelle, die stark von H3N2-Viren dominiert war.

Groko-Sondierungen: SPD verärgert über Laschet-Äußerungen
Darauf verständigten sich am Montag die Unterhändler der Sondierungsgruppe "Energie, Klimaschutz, Umwelt" von CDU , CSU und SPD . Gleichzeitig wurde verneint, dass es erheblichen Handlungsbedarf bei der Erbschaftsteuer für Privatpersonen gibt.

Simone Peter gibt Grünen-Vorsitz auf
An diesem Freitag werden voraussichtlich Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter erneut als Fraktionschefs gewählt. Ein Rückzug war am Wochenende auch vom zweiten derzeitigen Parteichef der Grünen, bekannt gegeben worden.

Other news