Todes-Grippe in England - Kommt sie auch bald nach Deutschland?

Grippewelle 2018: Aggressiver Virus breitet sich weltweit aus

Zur Zeit berichten englische Medien verstärkt über einen massiven Ausbruch des Grippe-Virus H3N2. Dort sprechen Medien von der möglicherweise größten Welle seit 50 Jahren.

Zuerst wütete der Virus in Australien und breitete sich zuletzt vermehrt in England aus. Dabei bezeichnen sie die Grippe als "Aussie Flu" und suggerieren damit, die Grippewelle sei von Australien nach Großbritannien geschwappt. Der Grippevirus hat sich bereits in fast allen Gebieten Großbritanniens ausgebreitet.

In Irland führte die Grippewelle bereits zu Todesfällen und sogar die katholische Kirche probiert durch Präventivmaßnahmen die Verbreitung des Virus einzuschränken.

Auch der National Health Service in England ist alarmiert. Dorchester und die Stadt London sind die letzten verbliebenen Orte, an denen bisher keine Fälle des Grippevirus H3N2 gemeldet wurden.

Die erste Grippewelle des Jahres 2018 steht an. Das H3N2-Virus ist besonders gefährlich. Über 170.000 Fälle sind bereits gemeldet.

In Deutschland war die Zahl der Grippe-Erkrankungen Ende 2017 leicht erhöht.

Gegenüber dem "Focus" verriet Susanne Glasmacher vom deutschen Robert-Koch-Institut: "Der Grippe-Verlauf in einem anderen Land lässt keine Rückschlüsse auf den Verlauf im eigenen Land zu". Laut Glasmacher hängt die Verbreitung eines Erregers unter anderem davon ab, wie viele Impfungen es im jeweiligen Land gegeben hat. Selbst eine schwere Grippewelle in einem angrenzenden Land wie Frankreich müsse nicht bedeuten, dass sich die Erreger auf Deutschland ausbreiten.

Jeden Winter breiten sich ein paar Virusstämme von H3N2 aus.

Eine Grippeerkrankung kann Sie im schlimmsten Fall wochenlang aus der Bahn werfen - schützen Sie sich rechtzeitig! Auch Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen, wie beispielsweise Herzerkrankungen, zählen zur Risikogruppe.

In Deutschland gab es bereits im Winter 2015/16 eine schwere Grippewelle, die stark von H3N2-Viren dominiert war. Insbesondere ältere oder immungeschwächte Menschen sollten sich impfen lassen. Aktuell gebe es in Deutschland sehr wenige H3N2-Fälle und dagegen relativ viele Grippe-Fälle vom Influenza-Typ B.

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