VW-Manager Schmidt wehrt sich

Oliver Schmidt Der verurteilte VW-Manager klagt gegen seine fristlose Kündigung

Der frühere Volkswagen-Manager Oliver Schmidt wehrt sich juristisch gegen seinen Rauswurf. Nach seinem Verständnis habe er sich zu jeder Zeit loyal gegenüber Volkswagen verhalten, teilte sein Arbeitsrechtsanwalt dem BR zudem mit. "Die Klage liegt beim Arbeitsgericht Braunschweig vor", sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag. Das Kündigungsschreiben soll ihm Berichten zufolge per Boten ins Gefängnis zugestellt worden sein. Der Bayerische Rundfunk zitiert Schmidts Anwalt mit den Worten: "Herr Schmidt hat ausschließlich im Rahmen der ihm von Volkswagen erteilten arbeitgeberseitigen Weisungen gehandelt". Ein Unternehmenssprecher wollte den Fall nicht kommentieren. Volkswagen hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der Kündigung Schmidts im Dezember mitgeteilt, grundsätzlich gelte, dass bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen von Beschäftigten, zumal im Falle strafgerichtlicher Verurteilungen, zwingend auch arbeitsrechtliche Maßnahmen geprüft werden müssten.

Der 48-jährige Schmidt war Anfang Dezember wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal zur höchstmöglichen Strafe von sieben Jahren Gefängnis und 400 000 Dollar (338 000 Euro) verurteilt worden.

Der Ex-VW-Manager war 20 Jahre für den Konzern tätig und von März 2012 bis Februar 2015 in den USA dafür zuständig, Zulassungsfragen mit den dortigen Umweltbehörden zu regeln.

Er ist nach dem früheren VW-Ingenieur James Liang der zweite langjährige VW-Mitarbeiter, der aufgrund der Abgas-Affäre in den USA zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde.

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