Airbus will A320-Produktion in China ausbauen

Emmanuel Macron bei Xi Jinping

Airbus wird vorschlagen, die Produktionsmenge seines Flugzeuges A320 in seinem Endmontagewerk in Tianjin zu erhöhen.

Airbus besitzt eine eigene Fertigung für Mittelstreckenjets in China und hatte erst am Vortag angekündigt, die Produktion hochzufahren: Statt der bisherigen vier Maschinen sollen von Anfang 2019 an monatlich fünf neue Flugzeuge der A320-Reihe das Werk im chinesischen Tianjin verlassen.

Der Vertragswert wird auf mehr als zehn Milliarden US-Dollar (8,3 Milliarden Euro) geschätzt und wird eine Mischung aus Flugzeugen mit nur einem Gang und Flugzeugen mit zwei Mittelgängen umfassen. Macron sprach bei einer Pressekonferenz in Peking mit Blick auf den Luftfahrtsektor allgemein von einer "Bestätigung von Mengen", ging dabei aber nicht ins Detail.

Die A320-Reihe und die modernisierte Version A320neo sind die absatzstärkste Modellfamilie von Airbus.

Airbus stellt die A320-Flieger in seinen Werken in Toulouse, Hamburg, Tianjin und in Mobile in den USA her.

Im Beisein von Macron und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping wurde eine Absichtserklärung über eine verstärkte industrielle Zusammenarbeit in Tianjin unterschrieben, wie Airbus mitteilte.

Der Flugzeugbauer plant während Macrons Chinareise außerdem eine Vertragsunterzeichnung zum Verkauf von 100 Flugzeugen an die China Aircraft Leasing Group. Dort will der Flugzeughersteller neue Kunden für sein Passagierflugzeug A380 finden, wie die Tageszeitung Financial Times am Montag berichtete.

Potenzielle neue Aufträge für den A380 werden die trüben Aussichten des weltweit größten Passagierflugzeuges erhellen. Bloomberg zitierte am Dienstag einen französischen Politiker aus dem Umfeld des Präsidenten mit der Aussage, der A380-Deal mit China sei noch nicht unterschriftsreif.

Airbus liefert sich mit dem US-Hersteller Boeing seit Jahren einen erbitterten Wettstreit auf dem wichtigen Markt der Mittelstreckenflugzeuge.

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