Kann Fruchtbarkeit schaden: Neue Studie zeigt: Paracetamol ist schädlicher als angenommen

Bei Alkohol und Zigaretten ist das klar. Dies könnte problematisch in der westlichen Welt sein, da einerseits das Alter bei Geburten ständig ansteigt und anderseits Paracetamol während der Schwangerschaft für Schmerzen und Fieber empfohlen wird.

Eine Studie aus Kopenhagen unterstreicht, wie wichtig diese Vorsicht ist.

Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass Paracetamol die Fruchtbarkeit eines Fötus langfristig schädigen kann, wenn das Schmerzmittel in der Schwangerschaft genommen wird. Das Forscherteam um David Kristensen vom Danish Headache Center in Dänemark hat seine aktuellen Studieergebnisse in dem Fachjournal "Endocrine Connections" veröffentlicht. Bisher ist es nur eine Hypothese.

Demnach kann Paracetamol in einer frühen Schwangerschaftsphase die Plazenta-Schranke überwinden und die Zahl der Oozyten beim weiblichen Fötus vermindern. Denn die Forscher haben die Erkenntnisse nur bei Tests mit Ratten und Mäusen gewonnen. Dies kann dramatische Konsequenzen auf die Fruchtbarkeit haben, da die Oozyten-Reserve bei Frauen begrenzt ist und im Laufe des Lebens fortschreitend abnimmt. Sind alle aufgebraucht, tritt die Menopause ein, in der die Frau nicht mehr fruchtbar ist. Eine geringe Oozyten-Reserve ist eine häufige Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Die Forscher sehen hier dringenden Bedarf an weiteren Studien zur Verifizierung der Daten, einschließlich experimenteller und epidemiologischer Ansätze. 2016 zeigte eine Studie eine Verbindung von Hyperaktivität sowie Autismus mit Paracetamol in der Schwangerschaft auf. Trotzdem sollten Sie die Einnahme von Paracetamol immer mit dem Arzt absprechen, auch wenn Sie das Medikament rezeptfrei bekommen.

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