Wiener Marx-Halle lockt mit ganztägigen Öffnungszeiten und breitem Angebot

Nun hat sich die Stadt Wien nach einem mehrstufigen Verfahren für einen Nutzer der Marx-Halle entschieden, der allerdings nicht neu ist. Als Bestbieterin ging das Höchstangebot der HEY-U hervor: "Bei der Entscheidung für die Investorin bzw. den Investor haben wir eine Reihung nach Punkten vorgenommen". "Wir haben einen zuverlässigen kreativen Partner gesucht und ihn mit der Hey-U Mediagroup auch gefunden". Zumindest ein bisschen, ist man doch bei der Präsentation stets darum bemüht, auch den Platz für Start-ups und für Coworking Spaces - was man auch einfach Gemeinschaftsbüros nennen könnte - zu betonen.

Die Marx-Halle soll nämlich in Zukunft auch eine Veranstaltungshalle sein, aber eben nicht nur. Neben einem Veranstaltungsbereich soll es aber auch Gastronomie und ein Marktareal für junge Kreative geben. Brauner versteht die Halle als öffentlichen Raum, der als solcher auch ganzjährig geöffnet und durchgängig zugänglich sein soll. Er hat sich mit dem Zuschlag im Bieterverfahren für die kommenden 67 Jahre das Baurecht gesichert, Eigentümerin bleibt weiterhin die Stadt Wien. Das Globe Wien-Theater von Michael Niavarani wird übrigens weiter seinen Platz in der Marx Halle haben und nach der Brandsanierung wieder wie gewohnt mit Kabarett und kulturellen Veranstaltungen bespielt. Im Jänner 2017 hat die WSE Wiener Standortentwickling (ein Unternehmen der Wien Holding) ein mehrstufiges Verfahren national und international ausgeschrieben.

Unter wie vielen Bewerbern er sich durchgesetzt hat, wollte Gerhard Hierczi, Juryvorsitzender und Leiter der Wirtschaftsagentur, nicht verraten: Es seien "deutlich über zehn" und "deutlich unter zwanzig" gewesen. Sein Konzept sei den Vorstellungen der Stadt Wien - vor allem in Sachen Öffnung - am nähesten gekommen.

Das dürfte aber nicht immer so gewesen sein. Am wichtigsten war die Öffnung und weitere Belebung der Halle sowie ein stimmiger und variantenreicher Nutzungsmix mit innovativen Elementen. Jetzt hat man offenbar wieder zueinander gefunden.

"In den vergangenen drei Jahren hat sich die Marx Halle ohne Förderungen mit rund einer Million Besucherinnen und Besuchern als Top-Location für zahlreiche kulturelle und sportliche Veranstaltungen und als wichtiger Wirtschaftsfaktor für Wien etabliert", erklärte HEY-U-Geschäftsführer Herwig Ursin seine Zukunftsvision.

Die konkrete Aufsplittung des 20.000 Quadratmeter großen überdachten Bereichs steht noch aus. Zwei jugendliche Kiffer hatten sich damals in die Halle eingeschlichen und, wie es heißt, im Zuge einer Geisterbeschwörung einen Brand gelegt. Sanierung und Umbau sollen aber in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt parallel laufen. "Gleichzeitig werden wir je nach Bedarf den Start-up-Bereich entwickeln", sagt Ursin. Der neue, alte Betreiber, die HEY-U Mediagroup, will 20 Millionen Euro investieren - und das so schnell wie möglich. Hey-U war schon zuvor als Zwischennutzer in der einstigen Rinderhalle aktiv.

Konzerte und andere Veranstaltungen sollen - kleiner als im bisherigen Rahmen - weiterhin stattfinden.

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