Chinas und Südkoreas Vorgehen lässt Bitcoin stürzen

In Südkorea haben Pläne der Regierung für ein Verbot des Handels
mit virtuellen Währungen für erheblichen Wirbel gesorgt

Analyst Mun Chong-hyun vom Broker EST Security erklärte, Handel dürfte in dem Fall zwar schwieriger werden.

Gegenwind für Cyberdevisen könnte auch aus den USA kommen. Der Vorgang könnte mehrere Monate in Anspruch nehmen. Das Vorgehen der beiden Länder lässt Kryptowährungen abstürzen. Das sind Platzierung von Cyberdevisen an speziellen Handelsplätzen. Immerhin sitzen dort drei der weltgrößten Kryptobörsen, an denen - so berichtet deraktionaer - knapp 20 Prozent der weltweiten Bitcoin-Transaktionen abgewickelt werden. Andere Cyberdevisen wie Ethereum und Ripple stiegen prozentual noch stärker an.

Nachdem China im vergangenen Jahr den Handel mit Bitcoin und Co. untersagt hat, gilt Südkorea als Asiens wichtigster Umschlagplatz für die digitalen Währungen. Die Äußerungen des südkoreanischen Ministers und die Regulierungsbemühungen in China haben den Bitcoin und andere Digitalwährungen wie Ether, Ripple und Litecoin stark belastet. Auf der Handelsplattform Bitstamp kostete die Digitalwährung zuletzt rund 13 800 Dollar, nachdem er einige Stunden zuvor noch mit knapp 15 000 Dollar gehandelt wurde. Die derzeit zweitwichtigste Kryptowährung Ether verlor in der Spitze 9 Prozent. Die Regierung hatte bereits im Dezember angekündigt, den Krypto-Handel stärker zu kontrollieren, einschließlich eines Verbots von anonymen Anlagekonten. So hat Chinas politische Führung laut einem Bericht der US-Zeitung "Wall Street Journal" zuletzt eine Sperre für Bitcoin-Schürfer angeordnet. Ein entsprechendes Gesetz sei in Vorbereitung, sagte Park Sang Ki vor Journalisten. Grund für diesen Schritt sei offenbar die Sorge vor einer Beeinträchtigung der Stromversorgung gewesen - das Erzeugen von Bitcoin ist extrem energieintensiv.

China macht womöglich bald Schluss mit Bitcoin-Mining und Südkorea denkt über ein Handelsverbot nach. Daraus entstandene Kapitalerträge sollen zudem besteuert werden, um die Spekulation zu begrenzen.

Related:

Comments

Latest news

Regierung will Modell für Arbeitslosengeld bis Jahresende
Das sind Menschen mit geringen Arbeitslosen- oder Notstandshilfebeträgen, die zusätzlich die Mindestsicherung beantragten. Dieses Ansinnen lässt unter anderem bei der Volkshilfe und bei Schuldnerberatern die Alarmglocken läuten.

WhatsApp: Schwere Sicherheitslücke in Gruppenchats entdeckt
Frieder Steinmetz sagt: "Hier wird sehr deutlich, dass WhatsApp nie mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Sinn entworfen wurde. Allerdings prüft Whatsapp nicht, ob es wirklich der Administrator war, der jemanden in eine Gruppe eingeladen hat.

Karin von Aroldingen ist tot: Ex-Primaballerina stirbt aus zunächst unbekannten Gründen
Die 1941 im thüringischen Greiz nahe Zwickau geborene Aroldingen entstammte einer Berliner Familie. Sie wurde in Deutschland geboren und ging später nach New York - dort wurde sie auch zum Star.

Drogengeld? Student hortet Hunderttausende Euro in Schließfach
In dem Schließfach fanden die Polizisten neben den Geldscheinen auch eine Rechnung über eine Rolex-Uhr im Wert von 22.800 Euro. Zudem führten Unterlagen auf die Spur eines mutmaßlichen Komplizen (26), der an der Rothenbaumchaussee wohnt.

Irans Außenminister kommt nach Unruhen nach Brüssel
Das Abkommen stellt dem Iran eine Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen - inklusive des Abbaus von Sanktionen - in Aussicht. In Brüssel sind die wichtigsten Außenpolitiker der Europäischen Union mit dem Außenminister des Iran zusammengekommen.

Other news