Macht der Videobeweis die Bundesliga gerechter?

Bundesliga Die Einführung des Videobeweises sorgte während der Hinrunde der Bundesliga für Diskussionen

DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich glaubt trotz der Anlaufschwierigkeiten in der Bundesliga an einen Einsatz des Videobeweises bei der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli). Sie und der in dieser Saison neu eingeführte Video-Assistent waren in der Hinrunde ein beständiges Aufreger-Thema, das auch in der Winterpause nicht ruhte.

Kurz vor dem Beginn der Bundesliga-Rückrunde haben sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch einmal eindeutig für den umstrittenen und vieldiskutierten Videobeweis ausgesprochen.

Konkret bedeutet dies: Laut DFB-Statistik wurden in der Hinrunde 37 Fehlentscheidungen durch den Einsatz des Videobeweises verhindert.

Insgesamt wurden in 153 Spielen 1041 Situationen überprüft (6,8 pro Spiel), bei 241 davon kam es zu einer Kommunikation zwischen dem Schiedsrichter auf dem Feld und dem Videoassistenten in Köln. In 50 Fällen empfahl der Videoassistent dem Referee auf dem Platz, seine Entscheidung zu korrigieren. "Wenn er auch nur leise Zweifel hat, darf er nicht mit dem Video-Beweis agieren", sagt Lutz Michael Fröhlich, Sportlicher Leiter der Elite-Schiedsrichter, der bei seiner Gefolgschaft vor der Rückrunde "eine viel größere Sicherheit" im Umgang mit der Technik festgestellt haben will als bisher. Eingreifen sollen die Schiedsrichter nur bei spielentscheidenden Situationen - das sind laut Fifa Tore, Elfmeter, Rote Karten und Situationen, in denen Schiedsrichter Spieler verwechseln. "Die Leistungen waren gut aus unserer Sicht", sagte er: "Wir haben am Ende nicht allzu viele gravierende Fehlentscheidungen erlebt". Im März wird entschieden, ob der Videobeweis auch bei der WM angewendet wird. Im Anschluss legt das Council der FIFA fest, ob der Videobeweis schon in Russland zum Einsatz kommen soll. In Italien zogen die Unparteiischen eine positive erste Bilanz der Testphase. Nur fünf Fehler seien dabei begangen worden, berichtete der Präsident des italienischen Schiedsrichterverbands, Marcello Nicchi. In 20 Fällen habe die Technik zu einer Änderung der Schiedsrichterentscheidung geführt. Was die Umsetzung angeht, gehen die Italiener genauso vor wie die deutschen Schiedsrichter.

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