Niki-Insolvenzverfahren in Österreich eröffnet

Zweites Insolvenzverfahren soll Verkauf der Airline absichern

FairPlane hatte zu Jahresbeginn den Insolvenzantrag für Niki in Korneuburg eingereicht. Der KSV1870 schreibt dazu: "In Deutschland ist zwar der Kompetenzstreit über die Frage der Zuständigkeit des deutschen oder österreichischen Insolvenzgerichts noch nicht endgültig entschieden, doch unabhängig von dieser Entscheidung ist das Unternehmen nunmehr offenbar selbst der Auffassung, dass die österreichische Zuständigkeit zumindest für ein Sekundärverfahren gegeben ist".

Niki war - nach der Mitte August von ihrer Mutter Air Berlin beantragten Insolvenz - ebenfalls in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert, nachdem ein rascher Verkauf von Niki bzw. ihren Assets (Flugrechten) an Bedenken der EU-Wettbewerbsbehörde gescheitert war.

Die österreichische Ferienfluggesellschaft beantragte laut Kreditschutzverband von 1870 die Eröffnung eines Konkursverfahrens vor dem Landesgericht Korneuburg. Der Luftfahrtkonzern IAG hat mit Flöther bereits den Kauf von Niki vereinbart. Das Landgericht Korneuburg habe den Antrag von Niki auf ein Sekundärinsolvenzverfahren abgelehnt, teilte die Justizbehörde am Freitag mit. Das Fluggastportal Fairplane hatte den Antrag auf Eröffnung eines Hauptverfahrens in Österreich eingebracht. Niki hat den Antrag für ein derartiges "Sekundärverfahren" nach Angaben der Gläubigerschutzverbände KSV1870 und AKV am Donnerstag über den vorläufigen Insolvenzverwalter gestellt. Niki werde nun die zur Verfügung stehenden rechtlichen Schritte prüfen. Sernetz geht davon aus, dass ein österreichischer Masseverwalter kein Interesse daran hätte, den Deal platzen zu lassen. Die Zeit drängt, denn Vueling dürfe ab dem 28. Februar vom Kaufangebot zurücktreten. Sein deutscher Kollege hat mit dem Billigflieger Vueling einen Kaufvertrag (20 Millionen Euro) über die NIKI-Assets abgeschlossen und 16,5 Mio. Von der Pleite sind rund 1000 Beschäftigte betroffen, von denen 740 nach bisherigen Plänen übernommen werden sollen.

Nun ist es fix: Die Air Berlin-Tochter Niki hat nun offizielle Insolvenz angemeldet.

Niki-Kaufinteressent IAG wollte die Änderung des Insolvenzortes am Freitag nicht kommentieren. Die Bundesregierung hatte bereits eingeräumt, dass durch den Ausfall dieser Erlöse der vom Bund verbürgte KfW-Kredit an Air Berlin "möglicherweise nur zum Teil" zurückgezahlt werden könne.

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