Forscher finden große Eisvorkommen auf dem Mars

Freigelegte Eisader an einer Abbruchkante auf dem Mars

Die Kanten weisen eine Schichtung auf, woraus die Wissenschaftler schließen, dass das Eis über eine lange Zeit hinweg abgelagert wurde, als Schnee, der mit der Zeit zu Eis komprimiert wurde.

US-Wissenschaftler haben mithilfe der NASA-Raumsonde MRO (Mars Reconnaissance Orbiter, zu deutsch: Mars-Erkundungssatellit) gewaltige unterirdische Eisadern auf dem Nachbar-Planeten der Erde entdeckt. Sie könnten künftig den Wasservorrat von Menschen decken. Das offenliegende Eis sei ein lohnendes Ziel für künftige Missionen.

Verschiedene Untersuchungen, unter anderem per Radar, haben Belege für die Existenz von unterirdischem Wassereis auf dem Roten Planeten geliefert. Zudem liegt die aktuelle Fundstelle in den mittleren Breitengraden des Roten Planeten, wo laut NASA weit weniger feindliche Verhältnisse herrschen als etwa an seinen vereisten Polkappen. Neuste Studien gehen von teilweise über 100 Meter dicken Eisadern in Tiefen von teilweise lediglich ein bis zwei Metern aus. Es besitzt Schichten, was darauf hindeutet, dass die Eisablagerungen nach und nach durch Schneefall entstanden sind. Die Gletscher können aber auch wichtige Aufschlüsse über die Beschaffenheit und das Klima auf dem Mars liefern. Da die Umgebung der beobachteten Eisadern jedoch relativ arm an Einschlagkratern ist, schließen die Forscher, dass die Ablagerungen geologisch gesehen eher jung sind. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Eis verdampft und dadurch das darin eingeschlossenes Material freigelegt wird. Durch diesen Prozess erodieren die beobachteten Steilhänge vermutlich um einige Millimeter pro Jahr, schreiben Dundas und Kollegen.

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