Meltdown und Spectre: Intel-Chef verspricht nach Sicherheitsschwachstellen mehr Transparenz

Meltdown und Spectre: Intel-Chef verspricht nach Sicherheitsschwachstellen mehr Transparenz

Intel-Chef Brian Krzanich wendet sich jetzt mit einem offenen Brief an die Kunden, um über den Stand der Dinge zu informieren und die nächsten Schritte anzukündigen.

Während Apple-Nutzer nun wieder weitestgehend sicher sind, möchte der Intel-CEO die Angelegenheit nicht als einmaliges Erlebnis abtun, sondern sieht Intels kundenorientierte Sicherheitsbemühungen als eine dauerhafte Priorität an. Auf Computern mit älteren Broadwell- und Haswell-Prozessoren seien häufigere Neustarts nötig, teilte das US-Unternehmen mit. Krzanich zufolge sollen bereits bis zum 15. Januar rund 90 Prozent der Intel-Prozessoren der letzten fünf Jahre ein Update erhalten, während der Rest bis Ende Januar folgen soll. Sollte Intel dabei feststellen, dass zur Behebung des Problems weitere Microcode-Updates erforderlich sind, dann würde Intel diese seinen Kunden über die üblichen Wege bereitstellen.

Doch Meltdown und Sprectre sorgen für eine wesentlich größere Verunsicherung, nicht zuletzt deshalb, weil der Fehler in den CPUs, also der Hardware, steckt, deren Leistung mit einem Update in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Als dritten Punkt versichert Krzanich, dass Intel auch in Zukunft eng mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten werde, wenn es um das Aufspüren und Beheben von Sicherheitsproblemen geht.

Im nachbörslichen Handel verloren Intel-Aktien an der Wall Street rund 0,5 Prozent. In seinem Schreiben nimmt er vor allem die Abnehmer der Prozessoren in die Pflicht. Dennoch hat beispielsweise Nvidia Treiber-Updates veröffentlicht, weil die Treiber-Software durch die Interaktion mit den betroffenen CPUs angreifbar ist. Dass die seit über 20 Jahren existierende "Lücke" nicht bekannt gewesen sei, habe nur daran gelegen, dass es zuvor niemanden gab, der auf das Design des Chips geschaut habe. Im Fall von alltäglichen Web-Anwendungen im Internetbrowser gilt das für fast alle Chips.

Den Google-Sicherheitsexperten zufolge betrifft die Lücke Prozessoren der großen Hersteller Intel, AMD und ARM, die weltweit zum Einsatz kommen. Allerdings wäre so ein Angriff vergleichsweise schwierig auszuführen.

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