Präsidentenwahl in Tschechien: Zeman gilt als Favorit

Der tschechische Präsident Milos Zeman

Tschechien wählt einen neuen Präsidenten. Im ersten Durchgang treten neun Kandidaten an, darunter der Amtsinhaber Milos Zeman. Leibwächter des 73 Jahre alten Staatsoberhaupts überwältigten die junge Frau demnach und brachten Zeman in Sicherheit.

Auf Platz zwei in den Umfragen hinter Zeman liegt der Chemiker und Ex-Vorsitzende der tschechischen Akademie der Wissenschaften, Jiri Drahos. Auf der anderen Seite als größter Herausforderer ein Chemieprofessor: Der 68-jährige Jiri Drahos pflegt als Wissenschaftler eher leise und nachdenkliche Töne. Wer am Ende das Rennen macht, entscheidet sich spätestens in der Stichwahl am 26. und 27. Januar.

Einige Umfragen deuten darauf hin, dass Drahos der Einzige ist, der Zeman in der Stichwahl schlagen könnte.

Zeman vertritt prorussische und prochinesische Positionen. In der Vergangenheit sprach er von einer "organisierten Invasion" und sagte, es sei "unmöglich, Muslime zu integrieren". Zeman hat in den vergangenen knapp fünf Jahren der Reihe nach alle Regionen des Landes besucht. Drahos findet Zustimmung vor allem innerhalb der städtischen Bevölkerung und bei Intellektuellen. Auch dem Pop-Texter und Schriftsteller Michal Horacek werden Chancen eingeräumt. Die übrigen sechs Kandidaten, unter ihnen der frühere Regierungschef Mirek Topolanek sowie der Ex-Botschafter in Frankreich, Pavel Fischer, haben nur geringe Chancen auf den Posten.

Zeman gilt als prorussisch und war im November in der russischen Stadt Sotschi mit Kremlchef Wladimir Putin zusammengekommen. Zemans Sicherheitsdienst überwältigte die Aktivistin der feministischen Femen-Gruppe. Femen bestätigte im Kurzbotschaftendienst Twitter, dass es sich um die Ukrainerin Angelina Diash handelte.

Sie habe die Aufschrift "Zeman - Putins Schlampe" auf ihrer Brust getragen, berichtete die Agentur CTK am Freitag.

Die Schließung der Wahllokale war für 22.00 Uhr vorgehen. Am Samstag sind sie von 08.00 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet.

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