Vergewaltigungen: Jugendamt hatte Kontakt zur Familie

Und wieder wurde ein kleiner Junge systematisch sexuell missbraucht

"Dabei ging es um Hilfen zur Förderung der persönlichen Entwicklung des Kindes", wie das Landratsamt mitteilte. Erst im September 2017 sei der Junge dann endgültig aus seiner Familie geholt worden, nachdem die Polizei auf den möglichen sexuellen Missbrauch des Kindes verwiesen habe.

Der Junge wurde nach Fetterers Angaben bereits im Kindergartenalter betreut. Beide sollen das Kind sexuell misshandelt sowie Männern aus dem In- und Ausland für Vergewaltigungen überlassen haben. Das Jugendamt hat allerdings bereits vor Bekanntwerden der Vorwürfe Kontakt zur Familie gehabt.

Das Familiengericht schickte ihn nach Darstellung des Landratsamtes aber wieder nach Hause, das eingeschaltete Oberlandesgericht habe diese Entscheidung bestätigt.

"Das Kind wurde im Internet europaweit angeboten für sexuelle Handlungen gegen Geld", sagt der Sprecher der Freiburger Staatsanwaltschaft, Michael Mächtel. Im Januar 2015 war der drei Jahre alte Alessio in Lenzkirch im Schwarzwald von seinem Stiefvater zu Tode geprügelt worden. Der zuständige Sachbearbeiter im Jugendamt musste eine Geldstrafe zahlen. Seine Behörde hat den Fall mit den erschreckenden Dimensionen am Donnerstag öffentlich gemacht. Sie prüfen auch mögliche Verbindungen zu anderen Taten. Beschlagnahmte Filme und Datenträger werden von der Polizei untersucht, auch um womöglich weitere Taten aufzudecken.

Im Zentrum des Falls stehen die Mutter des Jungen sowie ihr Partner.

Für die widerwärtigen Deals nutzen die Verdächtigen unter anderem das sogenannte Darknet, wie das Landeskriminalamt in Stuttgart erklärt.

Der wohl jahrelang vergewaltigte Neunjährige aus der Region Freiburg wurde schon als kleiner Junge vom Jugendamt betreut. "Es gab keine Anzeichen", sagte die Sprecherin der Polizei Freiburg, Laura Riske. Der Junge ist nach den Festnahmen in staatlicher Obhut und damit in Sicherheit. Erst nach einem anonymen Hinweis konnte das Martyrium des Kindes im vergangenen Herbst beendet werden. Die Mutter ist den Angaben zufolge strafrechtlich bislang nicht in Erscheinung getreten. Die verdächtigen Männer seien 32 bis 49 Jahre alt. Sie stammen den Ermittlern zufolge aus der Nähe von Freiburg, aus Schleswig-Holstein, der Schweiz und Spanien.

Der Lebensgefährte der Mutter ist nach Angaben der Ermittler einschlägig vorbestraft, lebte aber dennoch mit der 47-Jährigen und dem Kind zusammen.

Der Lebensgefährte der Mutter hätte nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten" mit dem Opfer gar keinen Umgang haben dürfen.

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