Ahmad A. gesteht Messerattacke in Hamburger Supermarkt

Polizisten bei Antiterroreinsatz in Hamburg

Ahmad A. hatte am 28. Juli 2017 in einem Edeka-Supermarkt in Hamburg Fuhlsbüttel mit einem Küchenmesser zwei Kunden niedergestochen.

Vor dem Hamburger Oberlandesgericht (OLG) hat am Freitag der Mordprozess um den islamistisch motivierten Messerangriff in einem Supermarkt vor fünfeinhalb Monaten begonnen. "Er bekennt sich in allen Anklagepunkten ausdrücklich schuldig", erklärte sein Verteidiger, Christoph Burchard, vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts.

"Die Taten hatten aus seiner Sicht einen religiösen Hintergrund", erläuterte der Anwalt weiter.

So sieht es auch die Bundesanwaltschaft.

Die Anklage hält ihn für voll schuldfähig und wirft Ahmad A. Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Die Ankläger sprechen von Heimtücke und niedrigen Beweggründen. Dahinter habe seine Überzeugung gestanden, dass Muslime weltweit unterdrückt würden.

Vor Gericht legte Ahmad A.am Freitagmorgen ein Geständnis ab. Er trägt Brille, einen dichten Bart und einen dunklen Pullover; seine Miene verrät keine Regung.

"Alle wollen vor allem erfahren, warum sie zum Opfer geworden sind", hatte Nebenklage-Vertreter Joachim Breu wenige Tage vor dem Verfahren gesagt.

Er gab an, aus religiösen Motiven gehandelt zu haben. Sein Anwalt erklärte, der Angeklagte habe unter einer sehr großen Anspannung gestanden, aus der heraus er die Taten begangen habe.

In seiner Flüchtlingsunterkunft hatten Ermittler eine selbstgebastelte Fahne des Islamischen Staats gefunden - dieser hat sich aber bis heute nicht zur Attacke in Barmbek bekannt.

"Deshalb sollten deutsche Staatsangehörige christlichen Glaubens sterben", sagte Tüz. "Er fällte diesen Entschluss als Beitrag für den weltweiten Dschihad", sagt die Vertreterin der Bundesanwaltschaft, Yasemin Tüz, bei der Verlesung der Anklage. Seine Mutter sei Lehrerin. Später lebte er in Gaza. Demnach hatte er angefangen, Zahnmedizin zu studieren, aber dann abgebrochen. Auch zu seinen Aussagen in den ersten Vernehmungen wollte er nichts sagen. Viel mehr ist dem Angeklagten vorerst nicht zu entlocken. Nach der Ablehnung seines Asylantrags Ende 2016 habe er ausreisen wollen, doch es fehlten Papiere.

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