C&A soll offenbar an Chinesen verkauft werden

Quelle Keystone

Die C&A-Eigentümerfamilie Brenninkmeijer soll angeblich einen Verkauf des Modeunternehmens planen.

Das Textilunternehmen C&A soll offenbar an Interessenten aus China verkauft werden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Insider-Informationen. Der Firmenname geht auf die Abkürzung der Vornamen der beiden Brüder Clemens und August Brenninkmeyer, die Gründer von C&A, zurück. Eine offizielle "SPIEGEL"-Anfrage beantwortet die in der Schweiz ansässige Mutter der Textilkette, Cofra-Holding AG, wie folgt: "Der andauernde Umbau von C&A beinhaltet auch das Ausloten verschiedener Wege, um in Wachstumsmärkten wie China und im Digitalen Fahrt aufzunehmen und kann potentiell auch Partnerschaften und andere Arten von zusätzlichen, externen Beteiligungen beinhalten".

Das Traditionsunternehmen, das sich im Besitz der Familie Brenninkmeijer befindet, war 1841 gegründet worden.

Jede C&A-Region habe zudem Möglichkeiten einer Expansion mit einer Reihe von Partien sondiert, schreibt der Konzern. Die Anteile des Clans sind gebündelt in der Cofra Holding AG, bei der auch alle Immobilien- und Private-Equity-Geschäfte sowie Finanzdienstleistungen zusammenlaufen. Die streng katholische Familie umfasst mehr als 1000 Mitglieder.

Die Modekette betreibt heute mehr als 1500 Filialen in 18 europäischen Ländern. Damit gehört C&A zu den größten Modehandelsunternehmen Europas.

Das Unternehmen steht wegen der wachsenden Konkurrenz durch Ketten wie Zara und Discountern wie Primark, aber auch durch die Online-Konkurrenz wirtschaftlich stark unter Druck. In Deutschland ist der Umsatz von C&A mittlerweile auf 2,62 Milliarden Euro im Jahr 2017 zurückgegangen - im Jahr 2011 lag er noch bei 3,09 Milliarden Euro. Davor hatte Ex-Europa-Chef Philippe Brenninkmeijer mehrfach einen Kulturwandel des Familienunternehmens gefordert.

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