Experten warnen: Hochansteckende Krankheit breitet sich in Bayern aus

Keuchhusten-Alarm in Bayern Hochansteckende Krankheit tritt wieder vermehrt auf

Keuchhusten (Pertussis) tritt zwar ganzjährig auf, im Herbst und Winter sind die Infektionen jedoch allgemein etwas häufiger. Die Übertragung der hochansteckenden Krankheit erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Auch in Bayern werden Keuchhusten-Fälle vom LGL erst seit 2013 erfasst.

Für Säuglinge und Kinder ist der hochansteckende Keuchhusten besonders gefährlich. Gerade für Säuglinge sei es wichtig, dass sie nicht durch ihr Umfeld angesteckt würden. Doch auch Erwachsene erkranken. "Nur eine Impfung bietet wirksamen Schutz - für sich und für andere Menschen".

In Bayern ist Keuchhusten auf dem Vormarsch.

Die Zahl der diagnostizierten Fälle von Keuchhusten ist in Bayern seit 2013 um fast 30 Prozent gestiegen. 3409 Mal wurde die Erkrankung im vergangenen Jahr festgestellt, wie eine Sprecherin des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Vier Jahre zuvor waren es noch 2638 Fälle. Der Trend gehe wie auch in anderen Bundesländern nach oben. Impflücken in der Bevölkerung begünstigten die Ansteckungen. Andererseits werde Keuchhusten zunehmend besser erfasst. Eine bundesweite Meldepflicht gibt es seit 2013.

Zudem könnten verbesserte Diagnoseverfahren ein Grund für den Anstieg der Zahlen sein.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte: "Keuchhusten ist hochansteckend". "Denn sie sind am meisten von schweren Krankheitsverläufen betroffen", so Huml.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Keuchhusten-Impfung.

Im Alter von fünf bis sechs sowie von neun bis 17 Jahren sollte die Impfung jeweils einmal aufgefrischt werden.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kann die Einstichstelle nach der Impfung anschwellen, schmerzen oder rot werden.

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