Länder von Skandal um Salmonellen in Babymilch aus Frankreich betroffen

Lactalis-Fabrik

Wegen Salmonellen hat die französische Babymilchpulver-Fabrik Lactalis mehr als zwölf Millionen Dosen in 83 Ländern zurückgerufen.

Konzernchef Besnier sagte der Zeitung "Journal du Dimanche", es seien rund 80 Länder betroffen. Er versprach zudem allen betroffenen Familien eine Entschädigung.

Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte am Freitag bekanntgegeben, dass Lactalis den Rückruf ausweite und alle Produkte aus dem Werk in Craon in Westfrankreich zurücknehmen werde - unabhängig vom Herstellungsdatum. Lactalis hatte zunächst in drei Schritten die gesamte Produktion seit Februar 2017 zurückgerufen - allerdings hatten mehrere große Supermarktketten bereits zurückgerufene Produkte verkauft, was für große Aufregung in Frankreich sorgte.

Mit dieser "radikalen Entscheidung" sollen Verzögerungen und Schwierigkeiten beim Aussortieren vermieden werden, hatte Le Maire gesagt.

Schon im Dezember musste "Lactalis" tausende Tonnen Milchpackungen aus dem Handel nehmen, nachdem in Frankreich 30 Babys erkrankt waren.

Konzernchef Besnier hatte sich bislang noch nicht öffentlich zu dem Skandal geäußert.

Lactalis ist einer der größten Molkereikonzerne der Welt. Inzwischen sind auch Salmonellenerkrankungen von Babys in Spanien und Griechenland bekanntgeworden.

Die Salmonellen-Enteritis ist eine infektiöse Durchfallerkrankung aus der Gruppe der sogenannten Salmonellosen. In Deutschland verkauft der Hersteller nach eigenen Angaben keine Babymilch, dafür aber Käse der Marken Président, Galbani oder Salakis.

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