Meghan Markle rassistisch beleidigt

Die britische Königin Elizabeth II. 2017 in Aberdeen

Nach Angaben der "Mail on Sunday" hatte Marney eine Serie von Nachrichten an einen Freund geschickt, in dem sie Markle und Menschen anderer Hautfarbe heftig diskriminierte.

"Als nächstes gibt es einen muslimischen Premierminister". Bolton war erst im vergangenen September zum Ukip-Chef gewählt worden und soll die europafeindliche Partei aus der Krise holen: Bei den jüngsten Wahlen zum Parlament und auf kommunaler Ebene hatte sie Niederlagen einstecken müssen, im Unterhaus ist sie nicht mehr vertreten. Doch ausgerechnet ihre Äußeres macht die Schauspielerin nun zur Zielscheibe einer niederträchtigen Hass-Attacke. Die Zitate seien jedoch aus dem Zusammenhang gerissen worden. Sie erklärte zu den Äußerungen lediglich: "Ich verstehe vollkommen den Ärger, den sie erregt haben". Der Londoner Ukip-Stadtverordnete Peter Whittle sprach im Kurzbotschaftendienst Twitter von "schändlichen Äußerungen". Die 25-jährige Freundin des UKIP-Vorsitzenden Henry Bolton, Jo Marney, hatte Meghan Markle schwer beleidigt und wurde dafür aus der Partei ausgeschlossen.

Parteichef Bolton hatte erst kürzlich bekanntgegeben, dass er seine Frau verlasse, um mit Marney eine Beziehung zu führen. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatten Parteimitglieder Konsequenzen für Maney und den Rücktritt Boltons gefordert. "Geh' jetzt", verlangte etwa Bill Etheridge, Abgeordneter im Europäischen Parlament. Bolton habe "nicht die Erfahrung, den politischen Grips", um die Partei zu führen. "Er muss gehen, er muss schnell gehen, er muss so leise wie möglich gehen", forderte er.

Ukip-Vorstandsmitglied Paul Oakden sagte dem britischen Sender BBC, die Parteiführung werde bei einem Treffen kommendes Wochenende erörtern, ob Bolton "in diesem Moment noch der Anführer" sei. Er ist bereits der dritte Ukip-Chef. Die US-Schauspielerin Markle hat mütterlicherseits afroamerikanische Wurzeln. Für ihre Ehe mit einem Spross des britischen Königshauses wird die geschiedene Kalifornierin ihren Beruf an den Nagel hängen, der Anglikanischen Kirche beitreten und die britische Staatsbürgerschaft annehmen.

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