Washington: Afrikanische Union fordert Entschuldigung von Trump

Washington: Afrikanische Union fordert Entschuldigung von Trump

Der hochrangige Senator Dick Durbin von den oppositionellen Demokraten bestätigte am Freitag, Trump habe beim Treffen von "Drecksloch-Ländern" gesprochen. "Seine Entscheidung, Obszönitäten zu benutzen, um afrikanische, zentralamerikanische und karibische Länder zu beschreiben, ist nicht nur ein Tiefpunkt für diesen Präsidenten, sondern ein Tiefpunkt für unsere Nation".

Der UN-Sprecher erinnerte auch an Trumps mangelnde Abgrenzung von Antisemiten und Rassisten in der Vergangenheit. Der derzeit führende Republikaner hinter Trump, Paul Ryan, bezeichnete die Wortwohl Trumps am Samstag als "unglücklich und nicht hilfreich". Präsident Trump habe "hasserfüllte, abscheuliche und rassistische Worte gewählt", sagte der Senator. Die "New York Times" zitierte den Präsidenten unter Berufung auf Teilnehmer der Beratungen später ebenfalls mit dieser Äußerung. 54 afrikanische Staaten fordern Trump auf, sich für den Ausdruck "Drecksloch-Länder" zu entschuldigen. Der Präsident habe stattdessen vorgeschlagen, mehr Menschen aus Ländern wie Norwegen aufzunehmen, schrieb die Zeitung weiter. Der zweiten mit der Unterhaltung vertrauten Person zufolge zog Trump zudem in Zweifel, dass Menschen aus Haiti in die USA kommen sollten.

Trump soll Medienberichten zufolge arme Herkunftsländer von Einwanderern als "Drecksloch-Länder" verunglimpft haben.

Nach seiner Äusserung über "Drecksloch"-Staaten schlägt US-Präsident Donald Trump ein Sturm der Entrüstung nicht nur international, sondern auch aus den eigenen Reihen entgegen".

Die jüngste Vulgär-Attacke des Präsidenten ereignete sich im Kabinettraum des Weißen Hauses. "Es gibt ein ernstes Bedürfnis für einen Dialog zwischen den Afrikanischen Ländern und der US-Regierung", heisst es in dem Text. Die Organisation verlangt eine Rücknahme der Äußerungen und eine Entschuldigung "nicht nur bei den Afrikanern, sondern bei allen Menschen afrikanischer Abstammung weltweit".

Während der amerikanische Botschafter sich nun zu einem diplomatischen Gespräch mit dem haitianischen Präsidenten treffen muss, wünscht sich der Botschafter von Haiti in den USA eine offizielle Erläuterung zu Trumps Aussagen.

Es herrscht Entsetzen über die Äußerungen Donald Trumps. "Wenn das so stimmt, sind dies schockierende und beschämende Äußerungen des US-Präsidenten", sagte Rupert Colville, Sprecher des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, am Freitag in Genf. "Man kann das nicht anders nennen als 'rassistisch'", fügte er hinzu. Die Kommission der Afrikanischen Union sprach von einem inakzeptablen Verhalten. "Es ist besonders überraschend, da die USA noch immer ein weltweites Beispiel dafür sind, wie Migration eine Nation geschaffen hat, die auf starken Werten von Vielfalt und Chancen beruht". Die Kommission sei "beunruhigt" über die Formulierung, sagte Kalondo. Einige nahmen es auch mit Humor: "Guten Morgen aus dem besten schönsten 'Drecksloch-Land' der Welt!", twitterte eine Moderatorin des südafrikanischen TV-Senders SABC, Leanne Manas. Trumps Äußerungen fielen den Insidern zufolge bei einer Besprechung mit zwei Senatoren, die ihn über Pläne für einen gemeinsamen Gesetzesvorschlag von Republikanern und Demokraten zur Einwanderungspolitik unterrichteten. "Dieses eine Mal sind wir uns einig", sagte ein Botschafter, der namentlich nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP. So hatte seine Regierung erst vor wenigen Tagen beschlossen, etwa 200'000 Salvadorianern den besonderen Schutzstatus ab September kommenden Jahres zu entziehen.

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