2017 war "Rekordjahr" für Flughafen Schwechat

Vueling könnte als Niki Eigner die Dominanz der Lufthansa Gruppe schmälern

"Mit neuen Höchstzahlen beim Passagieraufkommen in der Gruppe und am Standort Wien war 2017 ein Jahr der Rekorde für den Flughafen", sagte Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Um einiges besser als erwartet ist das Vorjahr für den Flughafen Wien gelaufen: Insgesamt 24.392.805 Passagiere benutzten 2017 den Vienna International Airport - um 4,5 Prozent mehr als im Jahr davor.

Mit dem Ausfall von Air Berlin/Niki ist die Dominanz der Lufthansa-Gruppe 2017 auf 64 Prozent aller Passagiere in Wien gestiegen, heuer könnte es sogar noch einen leichten Zuwachs geben. 2018 kommen "mindestens" elf neue Ziele dazu, insbesondere weil die ungarische Billiggesellschaft Wizz Air in Wien drei Flugzeuge stationiert und fünf neue Ziele in Osteuropa anfliegt - was wieder die CEE-Kompetenz Wiens steigert.

Kosice habe wiederum mit seinen 500.000 Passagieren "deutlich mehr als eine Million" Euro Gewinn erwirtschaftet. Euro. Die Zeichen stehen auf Wachstum: Durch Neuansiedlungen und Erweiterungen werden 2018 mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze am Airport entstehen. Auch werden Interessenten für ein drittes Hotel gesucht, das jüngst eröffnete Moxy laufe sehr gut. "Es könnte aber besser sein, gäbe es die Groteske um Niki nicht", ärgerte sich Flughafenvorstand Günther Ofner bei der Präsentation der Verkehrszahlen am Dienstag.

Wachstumstreiber in Wien waren neben der Lufthansa-Gruppe die Low-Cost-Carrier, die Langstreckendestination und die wieder anziehenden Ostdestinationen. Euro auch fest in den Ausbau der "Flughafen-City" investiert. Positiv wirkten sich vor allem die Langstreckenverbindungen, sowie neue Flugverbindungen und Frequenzerweiterungen der Airlines aus. Auch das Passagieraufkommen in den Fernen Osten nahm um 9,0 Prozent zu, jenes in den Nahen und Mittleren Osten um plus 2,3 Prozent. Afrika verzeichnete einen Passagierzuwachs von 37,0% im vergangenen Jahr. Die meisten abfliegenden Passagiere auf der Langstrecke konnte Bangkok mit 123.689 Fluggästen verbuchen, gefolgt von Taipei mit 78.763 und Peking mit 72.611 Fluggästen.

Im Ranking der Airlines gemessen am Passagieranteil führt Austrian Airlines mit 48,4 Prozent vor Eurowings (und Germanwings) mit 9,3 Prozent, Lufthansa mit 3,7 Prozent, der EasyJet-Gruppe mit 3,3 Prozent, Air Berlin mit 3,3 Prozent und Niki mit 2,5 Prozent. Derzeit bedienen 74 Fluglinien ab Wien 195 Destinationen in 70 Ländern. Unter den Top-Ten-Airlines am Flughafen Wien lagen außerdem Turkish Airlines mit einem Anteil von 2,1 Prozent am Gesamtpassagieraufkommen, sowie British Airways, Emirates und Swiss mit je 1,9 Prozent. Die reine Luftfracht verzeichnete dabei mit 206.918 Tonnen eine Zunahme um 1,9%, das Trucking stieg um 1,7% auf 81.044 Tonnen.

Stolz sind die Wiener auf die kräftigen Passagierzuwächse in Malta - "dem schönsten Flughafen des Mittelmeers", wie Jäger betont. Kosice Airport verzeichnete mit 494.636 Passagieren im Jahr 2017 ein Plus von 13,8% im Vergleich zum Vorjahr. Dementsprechend wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als EUR 755 Mio. erwartet und eine Steigerung beim EBITDA auf über EUR 325 Mio. angepeilt.

Für 2018 prognostiziert das Führungsduo ein Nettoergebnis von über 132 Mio. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll weiter auf unter EUR 300 Mio. reduziert werden. Euro gedrückt. 175 Mio.

Für den Standort Schwechat erwartet der Flughafen für 2018 ein Passagierwachstum von mehr als drei Prozent. Erste Impulse dafür sind aus heutiger Sicht unter anderem durch neue Streckenaufnahmen nach Kapstadt (ZAF) und Tokio (JPN) durch Austrian Airlines, zu 17 Destinationen durch Wizz Air, zu zwölf Destinationen durch Eurowings sowie durch neue Verbindungsaufnahmen und Frequenzaufstockungen von Air Malta, easyJet, Volotea und Vueling zu erwarten.

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