Grimme-Preis Mit "Dark" ist zum ersten Mal eine Netflix-Serie nominiert

Volker Bruch als Kommissar Gereon Rath in einer Szene der Serie Babylon Berlin

Zum ersten Mal hat eine Serie eines Streaminganbieters Chancen auf einen Grimme-Preis. Mit der Mysteryserie "Dark" (Spezialnominierung für Buch und Idee) wird zudem zum ersten Mal eine Produktion eines Streaminganbieters (Netflix) berücksichtigt.

Baran bo Odars und Jantje Frieses DARK setzt den Erfolg bei Kritikern und Publikum fort: Nachdem bereits kurz nach Start im Dezember die zweite Staffel angekündigt wurde, begeisterte die Mystery-Serie auch die Jury des 54. Januar tagen die Jurys in Marl, die insgesamt bis zu 16 Grimme-Preise vergeben können. In der Kategorie "Serie" wurden "4 Blocks" (TNT), "Babylon Berlin" (Sky/ARD), "Das Verschwinden" (ARD) und "Hindafing" (BR) nominiert.

Baran bo Odar und Jantje Friese äußerten sich erfreut über die Bekanntgabe: "Die Grimme-Preis-Nominierung ist eine große Ehre für uns und eine großartige Bestätigung für uns als Serienschöpfer, die wir immer unsere ureigene Vision verfolgt haben". "Auch wenn wir eine hohe Qualität im Programmbereich sehen, gibt es doch keine wirkliche Innovation bei den Formaten", sagte sie. "Fast alles, vor allem im Unterhaltungsbereich, ist eine Wiederholung der altbewährten Erfolgsrezepte".

Insgesamt hatten die vier Kommissionen mehr als 900 Einreichungen und Vorschläge in den Kategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung und Kinder & Jugend gesichtet.

Die Auszeichnungen werden am 13. April 2018 im Theater der Stadt Marl verliehen.

Weiterhin aktuell - nicht nur in der Kategorie Information & Kultur - sind die Themen Flucht und Migration. "Gerade beim Kinder- und Jugendfernsehen fanden sich sehr viele Produktionen im Wettbewerb, die das Thema zielgruppengerecht thematisiert haben", teilte das Grimme-Institut mit.

Für die besondere journalistische Leistung in der Kategorie Information & Kultur wählte die Kommission die Journalistin Isabel Schayani für ihr gesamtes journalistisches Wirken im Jahr 2017, die Redaktionen von "Panorama", "Panorama 3" und "Panorama - Die Reporter" (NDR) für ihre Berichterstattung zu den Ereignissen rund um den G20-Gipfel in Hamburg sowie Claas Meyer-Heuer (Spiegel TV) für seine Recherche im Rahmen einer Reportage für das "Spiegel TV Magazin" (RTL).

In drei der vier Kategorien wurden Produktionen der privaten Sender und Anbieter genannt. Dies sei "eine für das Fernsehen insgesamt wünschenswerte Entwicklung".

Der Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik geht in diesem Jahr an das Onlineangebot "Übermedien" und an den Journalisten Georg Seeßlen. Gleich mehrere Produktionen dürfen sich Hoffnungen auf die begehrte Auszeichnung machen. Einen Spezialpreis haben die Spaßmacher Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf sicher, die der "Goldenen Kamera"-Verleihung im März einen falschen Ryan Gosling als Preisträger unterjubelten". Jeder Zuschauer kann ebenso wie Fernsehanstalten und Produzenten Sendungen vorschlagen.

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