Thyssenkrupp-Chef Hiesinger geht auf Kritiker zu

Nichts mehr als ein „Wasserkopf“? Cevian Chef Lars Förberg reitet eine schwere Attacke gegen die Führung von ThyssenKrupp

"Mit unserer strategischen Weiterentwicklung sind wir angetreten, die Geschäfte von Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen zukunftsfähig zu machen. Gleichzeitig wollen wir die Größe und die Gemeinschaftsvorteile nutzen, um jedes einzelne Geschäft profitabler zu machen", sagte Hiesinger auf der Hauptversammlung des Industrie- und Stahlkonzerns laut einem vorab verbreiteten Redemanuskript.

Unterdessen läuft die Abstimmung der Stahl-Belegschaft des Konzerns über einen Tarifvertrag zur Fusion der Stahlsparte mit dem indischen Konkurrenten Tata auf Hochtouren. "Wie genau wir das angehen, wird Teil unseres jährlichen Strategiedialogs von Vorstand und Aufsichtsrat im Mai sein". "Wir werden die Strategie für den Gesamtkonzern schärfen und auch unsere finanzielle Zielsetzung anpassen", sagte er.

Mehrere Investoren haben den Kurs des Mischkonzerns, der neben Stahl auch Aufzüge, Anlagen, Autoteile und U-Boote herstellt, scharf kritisiert. Die Fondsgesellschaft Union Investment hatte Anfang Dezember in einem Reuters-Interview eine Schärfung der Strategie gefordert. Der mit einem Anteil von rund 18 Prozent zweitgrößte Thyssenkrupp-Aktionär hatte zuvor eine zügige Zerschlagung des Konzerns gefordert und die Renditeziele scharf kritisiert. "Die aktuelle Konglomeratsstruktur ist zu komplex und schwerfällig". "Hätte das Unternehmen seine eigenen Margenziele erreicht, wäre die Aktie 50 Euro wert, doppelt so viel wie heute".

Hinsichtlich der Kritik des schwedischen Finanzinvestors sagte Hiesinger, dass der Konzern nicht eindimensional geführt werde. "Wir arbeiten mit einer langfristigen Perspektive".

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende September) bekräftigte er.

Bereits vor dem Aktionärstreffen hatte sich Hiesinger einen Schlagabtausch mit dem schwedischen Großaktionär Cevian geliefert.

Manager Heinrich Hiesinger steht heute ein turbulentes Aktionärstreffen bevor - mit handfestem Krach um die richtige Strategie. "Und wir handeln dabei gleichermaßen im Interesse unserer Kunden, unserer Mitarbeiter und unserer Aktionäre". "Das ist die Ursache für die unterdurchschnittliche Leistung von Thyssenkrupp", hatte Lars Förberg, Gründer und Chef von Cevian, Reuters kürzlich gesagt.

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