Merkel und Macron betonen Gemeinsamkeiten

Die beiden Regierungschefs treffen sich anlässlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags

Macron rief die Sozialdemokraten am Freitag bei einem Treffen mit Merkel in Paris auf, "europäischen Ehrgeiz" zu zeigen.

Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron haben die Bedeutung der deutschen Regierungsbildung für Europa hervorgehoben. Und sie räumt ein, dass nicht nur Frankreich, sondern die ganze EU darauf warte, dass Deutschland wieder eine stabile Regierung hat. Das gute Verhältnis zu ihrem Gastgeber Emmanuel Macron ist seit Monaten eingespielt, vor allem in der Europapolitik passt zwischen beide kein Blatt Papier, obwohl er viel ambitionierter erscheint als die Kanzlerin. Dies gehe nur, wenn Deutschland und Frankreich zusammenarbeiteten.

"Ich wünsche mir natürlich, nachdem wir sehr intensive Sondierungsgespräche geführt haben, dass der SPD-Parteitag auch grünes Licht dafür gibt, dass wir in Koalitionsverhandlungen eintreten können", sagte Merkel.

Vor der Begegnung antwortete Macron bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel auf die Frage nach seinen konkreten Vorstellungen für einen eigenen Haushalt für die Euro-Zone, es sei jetzt nicht angezeigt, einen konkreten Betrag zu nennen.

Mit Blick auf während der Sondierungsverhandlungen geschlossene Kompromisse sagte sie: "Deshalb gehe ich mal optimistisch an die Sache ran". "Gemeinsam", sagte Macron zum Schluss vor den Reportern.

Nun betonte Macron dagegen, wichtig sei, dass man sich über die Ziele einig sei.

Merkel erklärte: "Die Euro-Zone muss die Avantgarde sein, wenn es um Wettbewerbsfähigkeit geht". Das sei der Fall, bekräftigte auch Merkel. Sie glaube, dass sich beim SPD-Parteitag "viele (.) dafür einsetzen werden, dass wir dann auch zu Koalitionsverhandlungen kommen können".

Am Montag feiern die Parlamente beider Länder den 55. Jahrestag des Elysée-Vertrags, den Kanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Präsident Charles de Gaulle 1963 geschlossen hatten. Er jährt sich am kommenden Montag zum 55. Mal. In einer Rede an der Sorbonne-Universität hatte er kurz nach der Bundestagswahl weitgehende Reformvorschläge unterbreitet. Der Vertrag hatte 18 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Freundschaft der beiden Länder begründet. Vormittags werden Vertreter der französischen Assemblée nationale im Bundestag dabei sein, am späten Nachmittag sind deutsche Abgeordnete zu Gast in Paris.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Januar 2018 um 20:00 Uhr.

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