Tödliche Meningokokken-Infektion in Kindergarten

Meningokokken töten Kind- Kita geschlossen- Behörden in Alarmbereitschaft

Meningokokken-Infektionen können unter anderem zu Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen führen - die genaue Todesursache des aktuellen Falls wollte das zuständige Amt nicht mitteilen.

Der Landkreis Bergstraße hat einen tödlichen Fall einer Meningokokken-Infektion in einem Kindergarten in Lindenfels bestätigt.

Alle Personen, die mit dem Kind Kontakt hatten, seien mittlerweile informiert worden, sollten sich vorsorglich in Behandlung begeben. Auf der Homepage der Sendeanstalt hieß es: "Bei einem Kind in Lindenfels ist eine durch Meningokokken verursachte lebensgefährliche Erkrankung aufgetreten". "Aktuell gibt es keinen weiteren Verdachtsfall", teilte der Kreis mit. Das erkrankte Kind ist gestorben.

Die Besiedelung der Nasenschleimhaut durch Meningokokken ist in der gesunden Bevölkerung nicht selten und bleibt meist ohne Krankheitserscheinungen. Das hat das Gesundheitsamt des Kreises Bergstraße mitgeteilt. Die Bakterien gelangen beim Sprechen, Husten oder Niesen in kleinen Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum in die Luft und können aus kurzer Entfernung eingeatmet werden. Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen.

Bei entsprechenden Krankheitssymptomen wird empfohlen, umgehend ärztlichen Kontakt aufzunehmen. Außerhalb des Körpers sterben die Bakterien schnell ab.

Der Krankheitsbeginn ist meistens sehr plötzlich und schnell fortschreitend. Die Infektion kann in aller Regel mit Antibiotika geheilt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt wird.

Weitere Beschwerden einer Hirnhautentzündung sind Fieber, Lichtempfindlichkeit, Schüttelfrost und eine getrübte Bewusstseinslage, wie zum Beispiel eine starke Schläfrigkeit oder Benommenheit.

An einer Meningokokken-Infektion kann grundsätzlich jeder erkranken. Zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung vergehen meist drei bis vier Tage.

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