Euro-Finanzminister billigen weitere Milliarden für Athen

Die Überprüfung des griechischen Reformprogramms solle laut dem Eurogruppen Vorsitzenden Mario Centeno jetzt abgeschlossen werden

Die in der Eurogruppe organisierten Finanzminister der 19 Euroländer beraten mit Experten über die Freigabe einer weiteren Hilfstranche für das Land von 6,7 Milliarden Euro.

Die Überprüfung des griechischen Reformprogramms solle laut dem Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno jetzt abgeschlossen werden. Griechenland habe fast alle geforderten Reformmaßnahmen umgesetzt. Bereits im Februar sollen den Angaben zufolge 5,7 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Damit sollten unter anderem ausstehende Rückstände beglichen werden.

Das mehrfach vor dem Staatsbankrott gerettete Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Im Gegenzug muss das Land zahlreiche einschneidende Spar- und Reformmaßnahmen umsetzen. 2015 hatte Athen mit den Euro-Partnern ein drittes Hilfspaket über bis zu 86 Milliarden Euro vereinbart.

Brüssel (Reuters) - Die Bundesregierung und die EU-Kommission machen Griechenland Hoffnungen auf eine neue Milliarden-Finanzspritze.

In den kommenden Monaten dürfte vor allem die Frage nach einem reibungslosen Ende des griechischen Hilfsprogramms im August in den Mittelpunkt rücken. In diesem Zusammenhang dürfte auch die Debatte um mögliche Schuldenerleichterungen noch einmal an Bedeutung gewinnen.

"2018 wird für Griechenland ein entscheidendes Jahr werden", sagte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici.

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