Jedes Werk ein Schritt in Unbekanntes

Beat Furrer zählt seit langem zu den wichtigsten Beiträgern eines Kanons Neuer Musik

Wien, München -Beat Furrer, österreichischer Komponist Schweizer Herkunft, erhält den Ernst von Siemens Musikpreis 2018. Die renommierte Auszeichnung "für ein Leben im Dienste der Musik" ist mit 250.000 Euro dotiert.

"Beat Furrer gestaltet seit vielen Jahren die musikalische Gegenwart auf die eindrücklichste Art und Weise", heißt es in der Begründung.

"Komponieren an sich würde mich nicht mehr interessieren, wenn ich den Eindruck hätte, ich würde ein bereits bewährtes Konzept reproduzieren, anstatt einen Schritt in eine neue Richtung zu machen", sagte Furrer. Und so urteilt die Jury des Ernst-von-Siemens-Musikpreises, sein kompositorisches Lebenswerk erstrecke sich über alle musikalischen Gattungen und sei von geradezu suggestiver Kraft. Mit jedem neuen Werk führe er musikalische Ideen einen Schritt weiter und erkunde unbekanntes ästhetisches Terrain. Furrer tritt auch als Pianist, Dirigent und Professor in Erscheinung, 1985 gründete er das "Klangforum Wien", das sich in kürzester Zeit als eines der weltbesten Ensembles für Neue Musik etablieren konnte. Seit 1991 lehrt Furrer Komposition an der Kunstuni Graz. Zu seinen bekanntesten Musiktheaterwerken zählen "Begehren" (2001), das bei der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Hörtheater "FAMA" (2005), "Wüstenbuch" (2010) sowie "La Bianca Notte" (2015). 2014 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis und seit dem Vorjahr ist er Mitglied im österreichischen Kunstsenat. Ein Jahr später war er Composer in Residence der Klangspuren Schwaz. "Dort ist es so still", sagt er. "Tatsächlich habe ich aber immer das Gefühl, dass ich jetzt gerade beginne".

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