Diese Studie beweist: Arbeiten im Sitzen ist gesünder als im Stehen

Frau steht an Stehtisch und arbeitet

Ontario - Wer jeden Tag im Büro sitzt und seinen täglichen Pflichten nachgeht, kennt die Symptome: Rückenschmerzen und Herzbeschwerden, ein Produkt der fehlenden Bewegung. Doch Stehen ist offenbar noch schädlicher - das haben kanadische Forscher in einer Langzeitstudie herausgefunden.

Aber ist das tatsächlich so? Dafür wurden satte 7320 Teilnehmer herangezogen, 50 Prozent jedes Geschlechts.

Bisher war man davon ausgegangen, dass vor allem langes Sitzen der Gesundheit schadet. Zu Beginn der Studie wurden sie von den Wissenschaftlern gründlich durchgecheckt.

Für die Studie waren rund 7.300 Männer und Frauen ab einem Alter von 35 Jahren über zwölf Jahre hinweg begleitet worden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin "American Journal of Epidemiology".

Nach dem Beobachtungszeitraum wurde bei insgesamt 3,4 Prozent der Testpersonen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung festgestellt. "Das Risiko einer kardiovaskulären Herzerkrankung bei einer stehenden Berufstätigkeit im Vergleich zur sitzenden um das Doppelte erhöht", fassen die Forscher zusammen. Mischformen und eine rein sitzende Tätigkeit hätten ein deutlich geringeres Risiko aufgewiesen. Um 38 Prozent sank das Risiko einer Erkrankung, wenn sich die Männer nicht nur im Sitzen betätigen. Frauen mit Mischjobs arbeiteten als Krankenschwestern, Erzieherinnen, Grundschullehrerinnen oder Kassiererinnen - und alle diese Tätigkeiten haben ein auffallend hohes Stresslevel sowie andere Bewegungsmuster als die Jobs der Männer.

Bei den Frauen war das hingegen ganz anders: Sie erkranken um 80 Prozent wahrscheinlicher, als wenn sie eine rein sitzende Tätigkeit ausführen würden.

Warum die Unterschiede zwischen den Geschlechtern so enorm groß sind, konnten die Forscher nicht genau sagen.

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