Stiftung Warentest prüft Olivenöle: Die Guten haben ihren Preis

Stiftung Warentest Extreme Preisunterschiede bei Olivenöl Quelle Presse

Getestet wurden ausschließlich Öle der höchsten Güteklasse "nativ extra".

Drei Öle im Test beurteilten die Tester als geschmackliche Highlights. 2017 war kein einziges Olivenöl gut, 2016 nur eins. Das "normale" Aldi-Süd-Öl Cantinelle Natives Olivenöl extra brachte es immerhin noch auf die Gesamtnote 2,9.

Zwei griechische Öle im aktuellen Test erfüllen diese Anforderung nicht, bei ihnen wurden sensorische Fehler festgestellt.

Den Testsieg konnten die Olivenöle "Castillo dea Canena Family Reserve Picual Olives Extra virgin Olive Oil" ("gut"/36 Euro pro Liter/2,3 Herkunftsland Spanien), das "Farchioni DOP Chianti Classico Olio extra Vergine di Oliva ("gut"/26 Euro pro Liter/2,4 Herkunftsland Italien) und das "Soler Romero Natives Bio-Olivenöl extra ("gut"/24 Euro pro Liter/2,5 Herkunftsland Spanien) für sich verbuchen".

Unter den Test-Besten ist am Ende auch ein Aldi-Süd-Olivenöl gelandet - allerdings mit einem Haken: Das "Cucina"-Öl mit dem Test-Urteil "Gut" war im vergangenen Sommer als Aktionsprodukt verkauft worden und ist heute nicht mehr erhältlich". Und: Zwei Öle hätten nicht als "nativ extra" verkauft werden dürfen und sind deshalb mangelhaft.

Zwei Olivenöle aus Griechenland fielen bei Stiftung Warentest durch: Die Produkte fielen negativ durch einen "alten und stichigen" Geschmack auf und erinnerten an "Oliven, die Frostschäden erlitten" haben und "ranzig" schmeckten.

Hinter den besten und teuren Ölen folgen mehrere Produkte vom Discounter und aus dem Super- oder Drogeriemarkt zu Preisen ab 5,35 Euro pro Liter.

Für die Kennzeichnung von Olivenöl muss zum Beispiel vorne auf das Etikett die Güteklasse und bei nicht gemischten Ölen gut sichtbar die Herkunft. Bei allen Ölen mit konkreter Herkunftsangabe gab es keine Kennzeichnungsmängel.

Die Prüfer wählten 27 vielverkaufte Olivenöle aus, darunter Eigenmarken von Aldi, Lidl, Edeka, Rewe, dm und Ross¬mann, aber auch klassische Marken wie Bertolli.

Die Saison 2016/17 war laut Stiftung Warentest für die Olivenbauern auch schwierig. Wer Öl aber nur zum Braten nutzt, kann nach Ansicht der Tester auch auf diese Produkte zurückgreifen. Die Tester erklären: "Beim Erhitzen gehen die flüchtigen Aromakomponenten im Öl ohnehin verloren".

Bei der Schadstoffuntersuchung ziehen die Tester ein verhalten positives Fazit: Im Gegensatz zu vergangenen Tests war diesmal kein Olivenöl so stark belastet, dass es deswegen die Note "Mangelhaft" bekam. Es sei also keine große Hürde, entsprechend den Vorgaben zu kennzeichnen, so Warentest. Und kein Produkt war nennenswert mit Pflanzenschutzmitteln, Lösemitteln oder aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet.

Diese können sich laut Experten in Lymphknoten, Leber, Milz und Fettgewebe anreichern und Organe schädigen - im Tierversuch haben Wissenschaftler Schäden an Leber und Lymphknoten nachgewiesen.

Auch Öle werden immer mehr zum Lifestyle-Produkt. Noch schlechter schnitt die Bio-Variante des zweitgrößten deutschen Lebensmittelhändlers ab.

Mineralöl-Kohlenwasserstoffe, die auch Moah genannt werden, gelten als krebserregend. Das Problem: Grenzwerte für Bestandteile von Mineralöl in Lebensmitteln gibt es immer noch nicht. Von den 27 insgesamt getesteten Ölen waren laut Test weiter elf "befriedigend" und neun "ausreichend". Stiftung Warentest waren diese Produkte nur das Prädikat "mangelhaft" wert.

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