Investor Soros warnt vor Blase: "Bitcoin ist keine Währung"

Der 87-Jährige kritisiert auch den zunehmden Einfluss von Internetkonzernen wie Google und Facebook.

Der Multimilliardär und politische Aktivist zugunsten einer globalistischen Weltordnung George Soros war wieder einmal beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu Gast.

Das Abendessen von George Soros in Davos zählt zu den wichtigen Events während des Weltwirtschaftsforums. "Der Bitcoin ist keine Währung", fügte er hinzu. "Es ist Spekulation." Für eine Währung fehle die Stabilität, erklärte der legendäre Finanzspekulant. Die hohen Kursschwankungen von bis zu 25 Prozent am Tag machten ihn als Währung untauglich, Löhne, Waren oder Dienstleistungen könnten damit nicht bezahlt werden. Stattdessen gehe er davon aus, dass der Bitcoin langsam an Wert verliert. Er stehen seit einiger Zeit verstärkt in der Schusslinie von Finanzaufsehern und Politikern.

Davos - Die britische Premierministerin Theresa May sieht in der Kryptowährung Bitcoin ein beachtenswertes Problem. Auch US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte, "gesetzeswidrige Aktivitäten" bei Kryptowährungen müssten unterbunden werden.

Denn Staatschefs wie Kim Jong-Un in Nordkorea oder Trump in den USA würden "einen Atomkrieg in Kauf nehmen, um an der Macht zu bleiben", so Soros.

Der 87-Jährige ist für seine deutlichen Meinungsäußerungen berüchtigt.

Der Milliardär holte wie bereits im vergangenen Jahr auch gegen US-Präsident Donald Trump aus, den er "eine Gefahr für die Welt" nannte. Die Internet-Giganten könnten "ein totalitäres Netzwerk schaffen, wie es Aldous Huxley und George Orwell sich nicht besser hätten ausmalen können", sagte er in Anspielung auf die Romane "Schöne neue Welt" und "1984". Soros' Zuhörer waren derweil eifrig damit beschäftigt, die Äußerungen des Gastgebers in sozialen Netzwerken zu teilen. Von Nationalisten und Antisemiten wird er dort immer wieder als Anführer einer vermeitlichen Weltverschwörung verleumdet.

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