Marktmanipulation: Deutsche Bank zahlt 30 Millionen Strafe in USA

Die Strafe für die UBS dürfte über 10 Mio. $ betragen

Die CFTC hat festgestellt, dass Händler der Deutschen Bank von Februar 2008 bis September 2014 gezielt die Preise von gewissen an der Comex gehandelten Edelmetall-Derivaten manipuliert haben. Mit Scheinangeboten versuchte sie offenbar jahrelang, den Preis von Edelmetallen zu lenken. Grund war eine angebliche Manipulation von Edelmetallpreisen.

Erneut muss die Deutsche Bank in den USA eine Millionenstrafe wegen illegaler Geschäftspraktiken zahlen. Das Bußgeld betrug umgerechnet knapp 37 Millionen Euro. Dabei werden auf dem Terminmarkt Aufträge zum Kauf oder Verkauf platziert, die dann aber zurückgezogen werden. Das "Spoofing" war in den USA im Jahr 2009 im Rahmen des sogenannten Dodd-Frank-Gesetzes verboten worden, das zum Ziel hatte, eine neue Finanzkrise zu verhindern.

Am härtesten trifft es Deutsche Bank AG und Deutsche Bank Securities Inc., die zusammen eine Geldbusse von 30 Mio. Damit sich solche Gesetzesverstöße nicht wiederholen, hat die Deutsche Bank einem Sprecher zufolge inzwischen ihre internen Kontrollen verschärft.

Nicht nur gegen die Deutsche Bank griff die Behörde durch: Im gleichen Verfahren wurden gegen die Schweizer UBS und die britische HSBC Strafen von 15 Millionen beziehungsweise 1,6 Millionen Dollar verhängt.

Das Ansehen der Deutschen Bank in den Vereinigten Staaten hat in den vergangenen Jahren stark gelitten - vor allem infolge ihres Handels mit faulen Hypothekenpapieren vor der Finanzkrise von 2008 sowie ihrer 2012 aufgeflogenen Manipulationen der Referenzzinssätze Euribor und Libor.

Das US-Justizdepartement (DoJ) und die amerikanische Derivateaufsicht (CFTC) haben am Montag eine Reihe straf- und zivilrechtlicher Massnahmen gegen drei Banken und mehrere Individuen wegen betrügerischer Aktivitäten auf US-Rohwarenmärkten bekanntgegeben.

Derzeit ist das Geldhaus im Zusammenhang mit den Russland-Verbindungen von US-Präsident Donald Trump im Fokus der Ermittler.

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