Kreml bezeichnet Liste aus Washington als beispiellos

USA veröffentlichen Liste mit angeblichen Putin-Vertrauten

Zwar sah die US-Regierung zunächst davon ab, neue Sanktionen gegen Moskau wegen dessen mutmaßlicher Einflussnahme auf die US-Wahl 2016 zu verhängen. Washington veröffentlicht eine Liste mit Putin-Vertrauten aus Politik und Wirtschaft. Insgesamt werden 114 Politiker und 96 Oligarchen wie Rosneft-Chef Igor Setschin und der Gazprom-Vorstandsvorsitzende Alexej Miller aufgeführt.

Putins Sprecher Dmitri Peskow, wie Außenminister Sergej Lawrow ebenfalls auf der Liste genannt, bezeichnete die Veröffentlichung als Ausdruck davon, dass die USA alle russischen Regierungsmitglieder als Feinde betrachteten. So hätten die Sanktionen ausländische Regierungen von geplanten Käufen von russischen Rüstungsgütern im Volumen von mehreren Milliarden Dollar abgehalten. Die Liste war im Rahmen der im Sommer 2017 von US-Kongress und Senat verabschiedeten Sanktionsgesetze gegen Russland, den Iran und Nordkorea angefordert worden, ist aber nicht mit bereits existierenden Sanktionslisten zu verwechseln. Trump hatte sich gegen die Verschärfung gestemmt, weil er darin eine Gefahr für seine Bemühungen um bessere Beziehungen zu Russland sah. "Die Liste wirkt wie eine rein bürokratische Antwort des Finanzministeriums auf das Gesetz zur Bekämpfung der Gegner Amerikas mittels Sanktionen", sagt der St. Petersburger Wirtschaftswissenschafter Dmitrij Trawin. Darauf beschränkte sich die US-Regierung zunächst.

Die US-Behörden veröffentlichten jetzt den "Kreml-Bericht".

Kreml-Chef Wladimir Putin (65) ist mächtig sauer auf US-Präsident Donald Trump (71), droht den USA sogar indirekt mit einer neuen Eiszeit.

Auch Putin wurde am Dienstag bei einer Diskussionsveranstaltung auf die Liste angesprochen. "Gleichzeitig kann Trump bei seiner Rede zur Lage der Nation damit aufwarten, dass er das Russland-Problem im Griff hat", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Es wird unsere Kontakte und Beziehungen auf lange Zeit vergiften", sagte er. "Wir wollen keinen Ärger". Er wunderte sich, warum einige russische Unternehmer mit keinen offensichtlichen Verbindungen zur Regierung auf die Liste gesetzt worden seien. Die schlechte Beziehung zu Washington werde die Zusammenarbeit für die nächsten Jahre stark beeinflussen. Die US-Geheimdienste hätten es nicht geschafft, kompromittierendes Material über russische Politiker zu finden und hätten letztlich "das Telefonbuch des Kreml kopiert", schrieb Kossatschow in einem Facebook-Post.

Der russische Abgeordnete Konstantin Kossatschow stellte die Liste als "politische Paranoia" dar, "die, wie sich herausstellt, sehr schwer zu heilen ist". Zuletzt hatte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen den russischen Vize-Energieminister Andrej Scheresow und andere russische Behördenvertreter wegen der Lieferung von Turbinen an ein Elektrizitätswerk in der von Russland annektierten Krim verhängt. "Soweit ich mich erinnere, befinden wir uns aber nicht in einem Kriegszustand", sagte der Vorsitzende des Außenausschusses des russischen Parlaments, Leonid Sluzki. Moskau ist verärgert über die von den USA erlassenen Strafmassnahmen gegen Russland. Bis zum Jahresende sei eine Anhebung der Bonitätsnote von derzeit "Ba1" möglich. Auch von der Oligarchen-Liste ließen sich Anleger nicht beirren.

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