Mitarbeiter glaubte wirklich an Angriff

Gut zwei Wochen nach dem Raketen-Fehlalarm im US-Bundesstaat Hawaii sind personelle Konsequenzen gezogen worden.

Die Probemeldung enthielt die Durchsage "Das ist keine Probe" - ein klarer Regelverstoß, da dies bei Probealarm niemals verlautbart werden darf.

Der Mitarbeiter hatte versehentlich eine automatische Nachricht auf alle in Hawaii aktivierten Handys geschickt, in der eindringlich vor einer ballistischen Rakete im Anflug gewarnt wurde. Auch im laufenden Fernsehprogramm wurde die Warnung eingeblendet. Unter Bewohnern der Inselgruppe und in sozialen Medien gab es panische Reaktionen.

Der Verantwortliche für die falsche Raketenwarnung auf Hawaii glaubte nach eigenen Angaben wirklich an einen Angriff auf den US-Staat. Die Zeitung "Washington Post" berichtet nun, eine Kombination aus menschlichem Versagen und mangelhaften Kontrollmaßnahmen hätten zur bewussten Auslösung des Alarmsystems und in der Folge zur Aussendung von SMS-Warnungen geführt.

Nach Schilderungen der Zeitung hatte sich an jenem verhängnisvollen Tag ein Aufseher von Nachtschicht-Mitarbeitern in der hawaiischen Katastrophenbehörde EMA spontan zu einem Alarmtest entschlossen, der den gerade eintreffenden Tagesschichtarbeitern galt. Deren Vorgesetzter dachte aber, dass sich der Test noch an die Nachtdienstler richtete und war daher nicht darauf vorbereitet, den morgendlichen Versuch zu überwachen. Der betreffende Mitarbeiter hörte aber die erste Passage mit dem Bezug auf die Übung nicht und handelte aufgrund des zweiten Teil des Textes, der nicht in die Botschaft gehörte. Der Leiter des Katastrophenschutzes (HEMA), Vern Miyagi, übernahm die Verantwortung für den Vorfall vom 13. Januar und trat am Dienstag zurück, wie der Chef der Streitkräfte, Joe Logan, mitteilte.

In der Bevölkerung von Hawaii löste der Fehlalarm vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen mit Nordkorea Panik aus.

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