Berufungsgericht milderte Strafe für Samsung-Chef Lee

Lee wurde wieder entlassen

Der Chef der Samsung-Gruppe und Vize-Verwaltungsratschef von Samsung Electronics, Lee Jae Yong, kommt nach einem Jahr im Gefängnis wieder frei. Fünf Monate nach seiner Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen Korruption ist der Südkoreaner aus dem Knast entlassen worden. Dies meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Montag.

Lee Jae Yong war vorgeworfen worden, hohe Summen gezahlt zu haben, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu erkaufen. Hintergrund des Verfahrens war eine Aaffäre um eine Freundin der früheren Präsidentin Park Geun Hye. Das Bezirksgericht in Seoul hatte Lee unter anderem der versuchten Präsidenten-Bestechung, der Untreue und des Meineids für schuldig befunden. Außerdem soll er Vermögenswerte im Ausland und aus kriminellen Straftaten verborgen haben. Nach Berichten südkoreanischer Medien werde jetzt erwartet, dass die Ankläger in Revision gehen würden. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Haftstrafe von zwölf Jahren gefordert.

Lee wurde im vergangenen August in erster Instanz zu fünf Jahren Haft verurteilt. Auch habe das Gericht Zahlungen von Samsung an ein Förderzentrum für den Wintersport, das von Chois Nichte gegründet worden war, nicht als Bestechung anerkannt.

Hintergrund des Verfahrens gegen den 49-jährigen Sohn von Konzernpatriarch Lee Kun-hee ist eine Korruptionsaffäre um eine Vertraute der früheren Präsidentin Park Geun-hye, die im März aus dem höchsten Staatsamt entfernt worden war. Bereits vor zehn Jahren legte Lee Kun Hee jedoch wegen eines Skandals als Vorsitzender alle Posten nieder.

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