Barnier drängt London bei Brexit-Verhandlungen zu Entscheidung

"Es ist nicht unsere Politik, in [irgend] einer Zollunion zu sein", verlautete es am Montag in Regierungskreisen. In einem Positionspapier räumte die Londoner Regierung im Herbst ein, dass man unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Interessen des Landes im Grunde nur zwei Optionen habe: entweder eine "Partnerschaftsvereinbarung", in der sich Großbritannien um "exakte Übereinstimmung" mit der EU-Zollunion bemüht, oder die Einführung eines "hochgradig rationalisierten Verfahrens", indem moderne Technologie traditionelle Grenzkontrollen erübrigen soll.

Zuvor hatten Medien tagelang darüber spekuliert, dass London eine teilweise Mitgliedschaft in der Zollunion anstreben wollen könnte. Gleichzeitig könne das Land in Sachen Dienstleistungen die Freiheit haben, Handelsverträge mit Drittstaaten abzuschließen, hieß es.

Außerdem war behauptet worden, dass das Vereinigte Königreich mit Drittländern Freihandelsabkommen unterzeichnen werde und zwischen Irland und Nordirland, die EU-Mitglieder sind, keine Grenzbarrieren aufstellen wolle. Der britische Brexit-Minister David Davis sagte an einer gemeinsamen Medienkonferenz am Montag in London, sein Land werde die Zollunion und den Binnenmarkt verlassen. Gerüchte über eine Rebellion machen die Runde. Während Außenminister Boris Johnson, Landwirtschaftsminister Michael Gove und Handelsminister Liam Fox zu den so genannten Brexiteers gezählt werden, gelten Finanzminister Philip Hammond und Innenministerin Amber Rudd als Verfechter eines möglichst moderaten EU-Ausstiegs. Nicht nur die britische Bevölkerung gilt seit dem EU-Referendum als tief gespalten, auch das Regierungskabinett ist sich uneins. Barnier meinte, das hätte automatisch zur Folge, dass es Zölle und andere Hindernisse geben werde. Von Dienstag an soll es in Brüssel auf technischer Ebene weitergehen. Die Verhandlungsrunde läuft die ganze Woche.

Grossbritannien wird im März 2019 aus der EU ausscheiden. Davis zeigte sich "zuversichtlich", darüber bis zum EU-Gipfel in März eine Einigung zu finden. Danach sollen die Verhandlungen über ein Handelsabkommen folgen, das für viele Unternehmen in Großbritannien und auf dem Kontinent besonders wichtig ist. Es bestehe ein Unterschied zwischen denjenigen, die vor dem Brexit nach Großbritannien gekommen seien, und denen, "die kommen werden, wenn sie wissen, dass Großbritannien kein Mitglied der EU mehr ist", hatte May am Donnerstag gesagt. Die EU beharrt allerdings darauf, dass an den Rechten der EU-Bürger in Großbritannien nicht gerüttelt wird.

Related:

Comments

Latest news

Staatsanwaltschaft durchsucht Audi-Zentrale
Zum Verkauf von manipulierten Diesel-Fahrzeugen auf dem US-Markt würden inzwischen 14 Personen als Beschuldigte geführt, hieß es. Zunächst bezog sich der Verdacht auf den Betrug und strafbare Werbung mit Audi-Fahrzeugen, die auf dem US-Markt verkauft wurden.

Die Siberian Health Company
Und schließlich die Chronobiologie, die die biologischen Rhythmen und ihre Verbindung zur menschlichen Gesundheit erforscht. Das Unternehmen gründete im Jahr 2007 eine weitere Produktionsstätte, die bis 2010 erweitert und modernisiert wurde.

Glücksspielverhalten und Gewinn der Casinos
Besonders positiv: Jugendliche spielen auch immer weniger – 2015 „zockten“ 14,6 Prozent, 2013 noch 15,8 Prozent. Circa 0,8 Prozent der Befragten haben ein echtes Problem mit ihrem Spielverhalten und sollten sich professionelle Hilfe suchen.

Benefits of online casino
Moreover, in some cities casinos are completely banned, and in this case, the cost of the road will be even higher. Also there you can find games such as keno or lotto - which are not very common in traditional institutions.

Nintendo Classic Mini
Die große Beliebtheit der Konsole verdeutlicht, dass Menschen auch heutzutage noch Spaß an Retrospielen haben. Hoffentlich kommt bald auch eine neue SNES und andere Konsolen wie die N64 oder die PlayStation 1 wieder auf den Markt.

Other news