Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone führen Nutzer-Identifikation per Mobilfunknummer ein

Verimi statt Google oder Facebook- Anmeldung bei Online-Shops

Mit "Mobile Connect "führen drei große Mobilfunkgesellschaften ein neues Identifikationsverfahren für digitale Dienste und Internet-Protale ein". Die Technik gründet auf dem GSMA-Dienst Mobile Connect und soll noch in diesem Jahr eingeführt werden, teilte die Deutsche Telekom mit. Mobile Connect sei außerdem enorm flexibel und biete ganz neue Anwendungsszenarien für eine zuverlässige Identifizierung beispielsweise auf Behörden-Portalen und in eCommerce-Shops, meint Michael Reinartz, Direktor Strategie und Innovation bei Vodafone.

Mit Mobile Connect benötigen die Kunden der drei Netzbetreiber demnächst nur noch ihre Mobilfunknummer und ihr Handy, um sich im Internet bei digitalen Diensten oder Websites anzumelden. Technisch sei eine eindeutige Identifizierung über das Mobilfunknetzwerk möglich. Ein Log-In per Passwort entfällt.

Bisher erfolgt der Zugang zu Online-Angeboten in der Regel per Benutzername und Passwort. Das ist umständlich und viele Nutzer verwenden deshalb viel zu einfache Passwörter ("Passwot1","qwertz", "123456" sind die Spitzenreiter). Solche Zugangsdaten sind bei Kriminellen entsprechend beliebt. Mit Angabe der Mobilfunknummer, wird eine SMS an das Handy des Kunden geschickt. Damit bestätigt er den Erhalt und erlaubt dem Netzbetreiber die verschlüsselte Übermittlung einer pseudonymisierten Kundenreferenznummer an den Portalbetreiber. Damit kann der Betreiber den Kunden immer wieder zuordnen und gewährt auch ohne Passwort Zugang.

Mobile Connect will mittelfristig auch Daten wie Lieferadresse und Bankverbindung übermitteln. Sie geben den Nutzern damit die Kontrolle über ihre eigenen Daten. Die Netzbetreiber glauben, dass damit Kaufprozesse seltener abgebrochen werden, etwa, weil das Ausfüllen von Bestellmasken als lästig empfunden wird. Das Ergebnis: Höhere Abschlussquoten, mehr Umsatz und geringere Risiken von Betrug.

Der erste Anbieter für den deutschen Markt wird die Identitäts -und Datenplattform Verimi sein. Verimi ist eine branchenübergreifende Datenplattform von deutschen Konzernen wie der Allianz, Axel Springer, Daimler, Deutsche Bank sowie dem Kartendienst Here.

Dabei setzen die Mobilfunknetzbetreiber auf den weltweit etablierten GSMA-Dienst Mobile Connect. Später könne das Login-Verfahren auch bei digitalen Behördengängen verwendbar sein.

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