Konzernumbau belastet: Gewinn der Commerzbank bricht ein

Das Gallileo Hochhaus an der Ecke Gallusanlage und Kaiserstrasse im Bahnhofsviertel. | Bild

Der Konzerngewinn sank auf 156 Millionen Euro, wie die Commerzbank am Donnerstag mitteilte. Die harte Kernkapitalquote konnte die Commerzbank im vergangenen Jahr dagegen von 12,3 Prozent auf 14,1 Prozent erhöhen. "Das versetzt uns jetzt in die Lage, für das Geschäftsjahr 2018 wieder eine Dividende anzustreben". Wegen geringerer Einmalerträge und Bewertungseffekte gingen die Erträge vor Risikovorsorge dennoch auf 9,16 Milliarden Euro von 9,4 Milliarden zurück. Für den Konzernumbau, dem mehr als 7000 Stellen zum Opfer fallen, hatte Deutschlands zweitgrößte börsennotierte Bank bereits im Sommer Kosten von 807 Millionen Euro verbucht. Der Möbelhersteller war in eine finanzielle Schieflage geraten.

Frankfurt (Reuters) - Die Commerzbank hat 2017 wegen der Kosten für den Abbau Tausender Stellen und der niedrigen Zinsen weniger verdient.

Der Profit in 2017 lässt sich allerdings nicht wirklich auf die Neustrukturierung der Bank zurückführen.

Die Commerzbank hat am Donnerstagmorgen mit Spannung erwartete Quartalszahlen vorgelegt. Denn die Bank hat im vergangenen unter anderem durch den Verkauf ihres markanten Hochhauses in der Frankfurter Innenstadt eine hohe Summe eingenommen.

Kern der Neuaufstellung der Commerzbank ist eine Offensive bei den Privatkunden.

Die Idee: Mehr Kunden bringen auf lange Sicht mehr Gewinn. Der Haken dabei: Erst nach eineinhalb Jahren, so die Rechnung der Commerzbank, wirft ein neuer Kunde unter dem Strich Geld ab. Der erneute Gewinnrückgang ist auf deutlich erhöhte Kosten für die Restrukturierung zurückzuführen, die von 128 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 808 Millionen Euro im Jahr 2017 geklettert sind - hier machen sich die Kosten für den Stellenabbau bemerkbar. Im Schnitt rechnen Analysten mit einem Gewinn von rund 900 Millionen Euro.

Der Gewinn lag über den Erwartungen der Märkte. Im Jahr 2016 waren es noch 279 Millionen Euro, 2015 sogar 1,1 Milliarden.

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