Missbrauchsvorwürfe gegen Skitrainer-Legende Charly Kahr

SKi alpin WM 2013 Schladming
Bild zeigt Charly

Die Missbrauchsaffäre beim ÖSV ist um ein Kapitel reicher. Einer der Beschuldigten ist dabei Trainerlegende Karl "Charly" Kahr. Der heute 85-jährige Schladminger – einer der erfolgreichsten Ski-Trainer der Geschichte – soll Ende der 1960er betrunken eine damals 16-jährige Sportlerin vergewaltigt haben.

Kahr war einst selbst Skirennläufer und von 1966 bis 1970 Trainer der ÖSV-Damen.

Auch der ÖSV gab an, von den Vorwürfen gegen Kahr nichts zu wissen. Aus Scham habe sie sich erst ein halbes Jahr später einer Kollegin anvertraut.

Eine andere ehemalige Fahrerin berichtet in dem Artikel von zwei weiteren Übergriffen. Zeuge des Vorfalls soll Toni Sailer gewesen sein, der angetrunken in einem zweiten Bett im Zimmer gelegen sei. Kahr habe die Frau mit den Worten "So, heut' kommst du dran" ins Hotelzimmer gezerrt. Bei einem davon, Mitte der 70er Jahre in Kanada, habe sich auch Skilegende Toni Sailer, zu dieser Zeit Cheftrainer und Technischer Direktor des ÖSV, im selben Zimmer befunden. Sie habe sich aber losreißen und flüchten können.

Letzten November hatten ihre Enthüllungen eine Debatte über Missbrauch in Österreichs Ski-Sport ausgelöst.

Ein Anwalt Kahrs bestritt gegenüber der Zeitung die Vorwürfe: "Die gegen meinen Mandanten erhobenen Vorwürfe" seien "samt und sonders aus der Luft gegriffen und kein einziger der von Ihnen genannten Vorfälle (hat) jemals stattgefunden".

Die "SZ", der eidesstattliche Erklärungen vorliegen, konfrontierte Kahr mit den Anschuldigungen. 1972 kehrte er als Herren-Abfahrtstrainer zurück, ehe er 1976 zum Chef-Betreuer aufstieg.

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