BGH: Grundstückseigentümer muss für Feuer nach Dachreparatur haften

BGH Quelle dpa

Beim insolventen Handwerker war nichts zu holen. Im Laufe der Verfahren sind die Hauseigentümer verstorben, sodass deren Erben in den Rechtstreit eingetreten sind. Die Eheleute R. waren Eigentümer eines Wohnhauses. Bei den Heißklebearbeiten verursachte er ein Glutnest, das sich bis zum Abend unter den aufgeschweißten Bahnen ausbreitete. Dies verdeutlich ein Urteil des BGH zum Übergreifen eines Feuers vom Haus der Eigentümer auf ein Nachbargrundstück. Es brannte vollständig nieder. Durch den Brand und die Löscharbeiten wurde das unmittelbar angebaute Haus der Nachbarin erheblich beschädigt. V. m. § 86 Abs. Der verursachende Dachdecker meldete Verbraucherinsolvenz an. Eine Haftung aus unerlaubter Handlung scheide aus, da keine Anhaltspunkte bestünden, dass ihre Rechtsvorgänger den Dachdecker nicht sorgfältig ausgewählt hätten. 1 BGB seien. Dies sei jedoch nicht der Fall.

Die Revision der Klägerin war erfolgreich. 1 Satz 1 VVG zusteht. Auf ein Verschulden kommt es dabei nicht an, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden hat.

Weitere Voraussetzung des nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruchs ist, dass der Anspruchsgegner als Störer im Sinne des § 1004 Abs. 1 BGB zu qualifizieren ist. Hierfür ist erforderlich, dass die Beeinträchtigung des Nachbargrundstücks wenigstens mittelbar auf den Willen des jeweiligen Eigentümers oder Besitzers zurückgeht. In diesem Fall war das der Auftrag zur Reparatur des Daches an den Handwerker, der den Brand verursacht hat. Für die Zurechnung des durch den Handwerker herbeigeführten gefahrträchtigen Zustands des Grundstücks kommt es nicht darauf an, ob die Rechtsvorgänger der Beklagten bei der Auswahl des Handwerkers Sorgfaltspflichten verletzt haben. Maßgeblich ist vielmehr, ob es Sachgründe gibt, die aufgetretene Störung ihrem Verantwortungsbereich zuzurechnen. Die Rechtsvorgänger der Beklagten waren diejenigen, die die Vornahme von Dacharbeiten veranlasst haben und die aus den beauftragten Arbeiten Nutzen ziehen wollten. Der entscheidende Senat führt aus, dass es zur Qualifizierung als Störer ausreiche, wenn die Eigentümer durch Beauftragung von Handwerkerleistungen eine grundsätzliche Gefahrenquelle geschaffen haben. Das Oberlandesgericht Naumburg muss jetzt noch einmal neu darüber verhandeln. Der Handwerker ging pleite und konnte für den Schaden nicht aufkommen. 2 Der Übergang kann nicht zum Nachteil des Versicherungsnehmers geltend gemacht werden. Die Versicherung verlangt Geld von den Eigentümern des abgebrannten Hauses.

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