Menschliche Eizellen erstmals im Labor zur Reife gebracht

Scienceart Künstliche Befruchtung

Erstmals haben Forscher menschliche Eizellen außerhalb des Körpers von einem frühen Stadium bis zur vollständigen Reife gebracht.

Vor allem Mädchen, die vor der Geschlechtsreife unter Krebs leiden, könnte durch das neue Verfahren eine spätere Schwangerschaft ermöglicht werden. Auch ausgereifte menschliche Eizellen wurden schon im Labor hergestellt - sie waren aber schon weiter entwickelt. Das war bislang nur mit Eizellen von Mäusen gelungen.

Die neue Methode weckt Hoffnungen auf Fortschritte für Frauen, die Gefahr laufen, ihre Fruchtbarkeit vorzeitig zu verlieren, etwa durch eine Chemo- oder Strahlentherapie.

Sie hatten erwachsenen Frauen unreife Eizellen entnommen, die sich dann im Labor weiterentwickelten. Im Labor könnten die Zellen dann zur Reife gebracht und für eine spätere Befruchtung aufbewahrt werden. Diese Prozedur aber birgt das Risiko, dass der Krebs nach erfolgreicher Therapie wieder in den Körper zurückgebracht wird. Unabhängige Experten begrüßten die Ergebnisse der Studie als "wichtigen Durchbruch", warnten aber vor zu großen Erwartungen.

Der Entwicklungsbiologe Azim Surani von der Universität Cambridge weißt darauf hin, dass die von den Forschern gezüchteten Eizellen kleiner als gewöhnliche Zellen seien und erst noch herausgefunden werden müsse, ob sie tatsächlich im Reagenzglas befruchtet werden können. Es würde noch Jahre dauern, um aus den Forschungsergebnissen eine neue Therapieform zu entwickeln, sagt Channa Jayasena vom Londoner Imperial College. Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler kündigen entsprechende Untersuchungen an, falls sie die Erlaubnis für solche Tests erhalten sollten.

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