Dow Jones befindet sich weiter im freien Fall

An der Wall Street ist zum Wochenstart Panik ausgebrochen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial sackte zeitweise um knapp 1600 Zähler

Zehnjährige US-Anleihen rentierten zuletzt so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr.

Die US-Börsen sind am Donnerstag erneut abgerutscht, nun folgen die Aktienmärkte in Asien.

Der Dow-Jones-Index fiel um 4,6 Prozent - etwa 1175 Zähler - auf 24.346 Punkte. Letztlich verlor der Leitindex 2,62 Prozent auf 12.260,29 Zähler. Der breiter aufgestellte S&P-500-Index verbesserte sich um 1,74 Prozent auf 2695 Punkte.

Deutlich fielen auch die Abschläge in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong aus, wo der Leitindex Hang Seng zum Handelsstart um rund 4,3 Prozent auf 29'134 Punkte absackte.

Als wichtigster Grund für die Kursrückgänge gilt die Sorge vor steigenden Zinsen in den USA. Die im US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag registrierten robusten Lohnzuwächse könnten einem kursierenden Szenario zufolge die derzeit niedrige US-Inflation nach oben treiben.

Am Tag nach dem Kurssturz stecke den Anlegern noch der Schrecken über den fast fünfprozentigen Absturz in den Knochen, meinte ein Händler. Allerdings grenzten beide Indizes wegen der Aussicht auf eine festere Eröffnung der Wall Street ihre Verluste ein. Deren Papiere waren am Vortag mit der steigenden Volatilität massiv unter die Räder geraten. Doch der Wirtschaft in den USA geht es inzwischen so gut, dass Experten vermuten, dass die Notenbank Fed das zum Anlass nehmen könnten, die Zinsen nun doch schneller als bislang erwartet anzuheben. Allerdings machten diverse Gerüchte am Markt die Runde über angebliche Megaverkäufe aus dem arabischen Raum. Experten der Berenberg Bank sehen die Finanzmärkte auf dem Weg zur Normalisierung. "Natürlich werden bei diesem Kollaps wieder viele Fragen zum automatisierten Handel aufgeworfen", sagt Craig Erlam vom Online-Broker Oanda. Allerdings waren Anleger zuletzt von den geringen Schwankungen an den Aktienmärkten verwöhnt gewesen.

Gestartet war der Dow Jones mit über 500 Punkten im Minus - dann hat er sich auf eine Berg- und Talfahrt gemacht. So oder ähnlich lässt sich der Handelsverlauf an der Wall Street am Mittwoch zusammenfassen.

Bei den Einzelwerten stachen am Dienstag die GM-Aktien hervor.

Vorbörslich präsentiert sich aus dem SMI einzig Nestlé positiv (+0,3 Prozent). Im Verlauf der vergangenen fünf Handelstage verbuchte der US-Leitindex damit dennoch einen Verlust von 5,2 Prozent. Das ist der grösste Punkteverlust, den der Aktienindex seit seiner Einführung vor über 100 Jahren an einem Tag registriert hat. Die Reiseplattform Expedia hat im vierten Quartal unter steigenden Kosten gelitten. Der Chiphersteller hatte seinen Ausblick angehoben und außerdem einen neuen Finanzchef vorgestellt. Die Kurse für Finanzunternehmen sanken um 4,7 Prozent, die Kurse der Gesundheitsbranche um 4,6 Prozent, Industrieaktien um 4,5 Prozent und die Energiebranche um 4,3 Prozent. Nicht eine Aktie habe zugelegt, sagte Marktanalytiker Ben Le Brun.

Die Angst vor dem Ende der Geldschwemme der Notenbanken brockt Europas Aktienmärkten vor dem Wochenende erneute Kursverluste ein. Die Aktienkurse von Technologiekonzernen gaben stark nach, u.a. büßten die Aktien von Apple und dem Google-Mutterkonzern Alphabet mehr als zehn Prozent an Wert ein. Die Macher der Foto-App Snapchat hatten erstmals seit dem Börsengang vor weniger als einem Jahr gute Geschäftszahlen vorgelegt. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9355 Franken je Dollar und 1,1585 Franken je Euro gehandelt. Der Dollar hatte damit 0,8162 (0,8105) Euro gekostet.

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