Schwere Vorwürfe gegen die Schauspielerin

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Nachdem McGowan ihr Enthüllungsbuch "Brave" veröffentlichte, in dem sie Details über ihren angeblichen sexuellen Missbrauch durch Weinstein publik macht, kamen auch immer mehr Geschichten über Messick auf: Sie war diejenige, die ein Frühstücksmeeting in Weinsteins Hotelzimmer beim Sundance Festival 1997 organisiert hatte, bei dem McGowan angeblich Opfer von einem sexuellen Übergriff durch den Produzenten geworden ist. Messick arbeitete von 1997 bis 2003 bei Miramax in der Produktionsleitung und war im Januar 1997 die Managerin von Rose McGowan (44, "Charmed"). Die Schauspielerin war eine der ersten Frauen der Filmindustrie, die im Oktober 2017 gegenüber Harvey Weinstein (65) Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs erhoben hatte.

Es sei "verheerend" für sie gewesen, ihren "Namen immer und immer wieder in den Schlagzeilen zu sehen", und das "als Teil des Versuches einer Person, mehr Aufmerksamkeit für ihre eigenen Zwecke zu generieren".

Messick habe seit Jahren an Depressionen gelitten.

In einem Statement, das am Donnerstag (8. Februar) veröffentlicht wurde, geben die trauernden Angehörigen der Verstorbenen nun dem durch McGowan herbeigeführten Presserummel und dem Weinstein-Skandal die Verantwortung für Messicks Tod.

Wie die Darstellerin in einem Interview mit der "New York Times" anprangerte, habe ihr Management-Team ihr damals eher davon abgeraten, den Film-Mogul strafrechtlich zu verfolgen. In der heiße es, McGowan habe Messick erzählt, sie sei einvernehmlich mit Weinstein in einen Whirlpool gestiegen und habe dies später bereut. Darin bot sie Weinstein an, zu erzählen, was sie noch über den Sundance-Vorfall und Roses Erzählungen weiß. Wie genau sich die 50-Jährige das Leben genommen hat, ist noch nicht klar.

"Worte spielen eine Rolle". Für die Familie der Geschäftsfrau war das offenbar ein Auslöser für ihren Suizid. Durch den öffentlichen Schlagabtausch zwischen der Schauspielerin und dem Hollywood-Produzenten sei Jill "zerstört" worden. "Sie entschloss sich, diesen Wahnsinn nicht weiter zu befeuern und so ihren Namen und ihren Ruf beschmutzen zu lassen, obwohl sie nichts falsch gemacht hatte", heißt es in dem Statement. Das behauptet jedenfalls ein ehemaliger Kolumnist, den der gefallene Filmproduzent angeblich anwerben wollte. Leider kann es passieren, dass depressiv veranlagte Menschen sich nach Berichten dieser Art in der Ansicht bestärkt sehen, dass das Leben wenig Sinn habe.

Sollte es dir so ergehen, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge.

Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

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