US-Bundesstaat New York verklagt Weinstein und dessen Ex-Firma

Die Missbrauchsvorwürfe gegen den Hollywood Produzenten Harvey Weinstein lösten die

Die am Sonntag eingereichte Klage des New Yorker Staatsanwaltes richtet sich gegen den ehemaligen Filmmogul Harvey Weinstein selbst, dessen Bruder Robert und das von ihnen gegründete Filmstudio "Weinstein Company". Die Klage enthält demnach neue Vorwürfe bezüglich Weinsteins "bösartiger und ausbeuterischer Misshandlung" von Mitarbeitern.

Weinsteins Fahrer in Los Angeles und New York seien zudem angewiesen gewesen, immer Kondome und Injektionen gegen Erektionsstörungen im Auto vorzuhalten. Es müsse vor einem möglichen Verkauf sichergestellt werden, dass die Opfer entschädigt und Angestellte geschützt würden und dass sich weder Täter noch Mitwisser "unberechtigterweise bereichern" könnten, sagte Schneiderman.

Staatsanwalt Schneiderman erklärte, er habe die Klage angesichts der laufenden Verkaufsverhandlungen für das kurz vor dem Bankrott stehende Unternehmen eingereicht.

Verwaltungsrat und Geschäftsführung werde vorgeworfen, wiederholt dabei gescheitert zu sein, ihre Mitarbeiter durch angemessene Maßnahmen zu schützen oder gegen Weinsteins Verhalten vorzugehen.

Ein Konsortium um die Geschäftsfrau Maria Contreras-Sweet sei "im Begriff" gewesen, den Kauf der Weinstein Co für fast 500 Millionen US-Dollar einschließlich der Übernahme von Schulden abzuschließen, als die Klage eingereicht wurde, sagte eine informierte Person.

Ein Anwalt Weinsteins teilte mit, eine "faire Untersuchung" des Generalstaatsanwalts werde zeigen, dass die Anschuldigungen gegen den Filmproduzenten "der Grundlage entbehren".

Den Untersuchungsergebnissen zufolge soll Weinstein Mitarbeiter mit Aussagen wie "Ich werde dich umbringen, ich werde deine Familie umbringen" und "Du weißt nicht, was ich tun kann" bedroht haben. Er habe mit seinen Beziehungen zu mächtigen politischen Akteuren geprahlt und dass er Kontakte zum Secret Service habe, der seine Probleme schon lösen werde.

Die Weinstein Company habe mehrfach das Recht gebrochen, hieß es zur Begründung. "Auch wenn Weinsteins Verhalten nicht fehlerfrei war, war es mit Sicherheit nicht kriminell", schrieb Brafman. Dabei wurden nach seinen Angaben auch Archive und E-Mails des Unternehmens durchkämmt. Ihm werfen über hundert Frauen, darunter Hollywood-Grössen wie Salma Hayek (51) und Gwyneth Paltrow (45), sexuelle Belästigung und sogar Vergewaltigung vor.

Viele Filmstars werfen Harvey Weinstein sexuelle Belästigung vor - mit diesem Skandal hatte die aktuelle #MeToo Debatte begonnen.

Dutzende Frauen, darunter auch bekannte Schauspielerinnen, sind seit Herbst an die Öffentlichkeit gegangen, um Weinstein der sexuellen Vergehen zu beschuldigen. Nach Bekanntwerden erster Vorwürfe war Weinstein im Oktober vergangenen Jahres von seiner Produktionsfirma entlassen worden. Er soll sich in Therapie befinden.

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