IOS-Performance: Entwickler dürfen Features zurückstellen, wenn sie nicht fertig sind

Apple arbeitet angeblich an iPad mit Face ID und Animoji-Unterstützung

Zwar wird das Unternehmen seine Software weiterhin jährlich aktualisieren, intern jedoch werden die Ingenieure mehr Diskretion haben, Funktionen, die noch nicht perfekt sind, zurückzuhalten und erst im nächsten Jahr auszuliefern. Diese soll als wohl wichtigste Neuerung - abgesehen von den eingangs erwähnten Optimierungen unter der Oberfläche - die Unterstützung für sogenannte "Universal-Apps" mitbringen; Programme also, die von Entwicklern so geschrieben werden können, dass sie sowohl auf iPhone und iPad als auch dem Mac funktionieren. Ein neu designter Homescreen für iPhone, iPad und CarPlay wird ebenso fehlen wie eine neue Fotos-App, die in der Lage sein soll Vorschläge zu machen, welche Fotos interessant sind. Dies könnte insbesondere der Qualität neuer Software-Veröffentlichung zu Gute kommen, deren vermeintlich zu niedriger Grad in den vergangenen Monaten reichlich Schlagzeilen produziert hatte, bedeutet aber augenscheinlich auch, dass es nicht mehr so viele große neue Features im Jahresrhythmus für Apples Betriebssysteme, allen voran iOS, geben wird. Einige geplante Neuerungen fallen dadurch weg bzw. werden auf das kommende Jahr verschoben.

Bereits Ende Januar wurde bekannt, dass Apple intern die Entwicklung an iOS umstrukturiert haben soll, um den Fokus stärker auf Qualität als auf neue Funktionen zu legen und zunächst bekannte Probleme und Fehler zu beseitigen.

Apple will ab Sommer 2018 eine Beta für iOS 12 zeigen.

Darüber hinaus soll iOS 12 auch ein Tool für digitale Gesundheit liefern.

iOS 12 wird im anstehende Herbst auf die Präsentation größerer Features (wie etwa der geplanten Komplettüberarbeitung des Home-Bildschirms) verzichten und sich, ganz in der Tradition von Mac OS X 10.6 Snow Leopard, um die Zuverlässigkeit, die Fehleranfälligkeit und die Performance des mobilen Betriebssystems kümmern.

Damit das gelingt, soll Druck von den Entwicklern genommen werden: Diese sollen künftig auch die Möglichkeit erhalten, Funktionen abzusagen, wenn sie sie für noch nicht fertig in der nächsten Version halten. Dazu zählt etwa die Home-App zur Steuerung von Smart-Home-Geräten. So soll es neue Charaktere für die animierten Emojis geben.

Apple will außerdem die Animoji weiterentwickeln, die im letzten Jahr mit dem iPhone X vorgestellt wurden. Sie könnten auch in FaceTime Einzug halten und somit bei Video-Chats genutzt werden. Siri soll zudem tiefer ins System und in die Suchfunktion integriert werden und es soll möglich werden, dass mehrere Personen zusammen ein Augmented-Reality-Spiel spielen.

Damit sei ein bedeutender Wechsel der Entwicklungskultur bei Apple verbunden, die in den letzten Jahren tatsächlich vor allem um featurelastige neue Releases gekreist war, heißt es.

iOS 12 wird voraussichtlich auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC im Juni vorgestellt und zusammen mit neuen iPhone-Modellen im Herbst veröffentlcht.

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