Nach Facebook-Post: Armin Wolf kündigt Klage gegen Strache an

MINISTERRAT STRACHE  KURZ

Das Bild ist von Strache mit dem Vermerk "Satire" und einem Smiley versehen. Auf dem Bild ist Armin Wolf mit einem Pinocchio-Bild in der Hand zu sehen, daneben steht in Anlehnung an die aktuelle ORF-Imagekampagne "Wie Wir": "Es gibt einen Ort, an dem Lügen zu Nachrichten werden".

Strache distanziert sich aber nicht von dem Posting und nahm den Vorwurf auch nicht zurück.

"In 32 Jahren als Journalist hat mir noch nie jemand vorgeworfen, ich würde in meiner Arbeit lügen". "Selbstverständlich werde ich das klagen", erklärte er. Er sei "ehrlich fassungslos", sagte der 51-Jährige.

"Ich finde, die Attacken der FPÖ - einer Regierungspartei - auf unabhängige Medien und ihre persönlichen Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten erreichen mittlerweile ein demokratiepolitisch wirklich bedenkliches Ausmaß", zitiert die österreichische Zeitung den Fernsehmoderator.

Der ORF wies "pauschalen Anschuldigungen und Unterstellungen gegenüber seinen Redaktionen sowie gegen Armin Wolf persönlich "auf das schärfste zurück", hieß es". Nun wendet sich Wolf aber von Facebook ab und widmet sich vorwiegend seinem Blog. "Es herrscht Handlungsbedarf für eine rasche und nachhaltige ORF-Reform". Und weiter brauche es einen öffentlich-rechtlichen ORF-Sender mit objektiver, überparteilicher und neutraler Berichterstattung.

Schon seit längerem schießt sich die FPÖ auf den ORF ein. Erst vorige Woche war ein Beitrag des ORF-Tirol im Fokus der Öffentlichkeit. Jüngster Anlass war ein Beitrag des ORF-Tirol, in dem der FPÖ-Spitzenkandidat bei der bevorstehenden Landtagswahl in ein antisemitisches Licht gerückt wurde.

"Das systematische Beschädigen der beruflichen Reputation von Journalisten, das Untergraben der Glaubwürdigkeit freier Medien schade dem ORF, es schadet dem Ansehen der Politik, und es schadet der Demokratie in Österreich, wie ein Repräsentant der Regierungsspitze mit der freien Presse umgeht". Der verantwortliche ORF-Landesdirektor entschuldigte sich später für diese verkürzte Darstellung und korrigierte diese. Nach anhaltender Kritik unter anderem von FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, antwortete Wolf ebenfalls darauf.

Rückendeckung bekam Armin Wolf auch von ORF-externer und unerwarteter Seite. Straches Angriff jedoch ginge zu weit.

Gerold Riedmann, Chefredakteur der Vorarlberger Nachrichten, sagte, dass "im ORF alles und jeder kritisiert werden" darf. Über die Auslassungen von Vizekanzler Strache zeigte er sich ebenfalls erschüttert.

"Dass der Vizekanzler einen Journalisten, in diesem Fall Armin Wolf, so unqualifiziert und frontal desavouiert und angreift, ist eine neue, nicht gekannte Qualität".

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