Seit einem Jahr in Haft: Wie geht es weiter mit Deniz Yücel?

DJV-Sachsen-Vorstand Lars Radau kündigte an im schlimmsten Fall in einem Jahr wieder auf die Straße gehen zu wollen so Yücel dann weiter

Die vermeintlich gute Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat sich für eine rasche Freilassung des inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel ausgesprochen". Kurz vor dem Urteil hatte auch die türkische Regierung gegenüber deutschen Politikern signalisiert, sie wolle den Fall Yücel lösen. Alle warteten gespannt auf den Moment, in dem Yücel aus dem Gefängnistor kommen würde.

Berlin - Exakt ein Jahr nach der Inhaftierung von des Journalisten Deniz Yücel (44) wollen Prominente und Freunde mit einem Autokorso und einer Lesung ihre Solidarität bekunden.

Ein Jahr später hat sich gezeigt: Die Kampagne für Deniz Yücel ist eine für ihn, aber auch eine Kampagne für die Pressefreiheit.

"Wir sind ja nicht zum Spaß hier", lautet der Titel - seinen Humor hat sich Yücel im Gefängnis bewahrt. In Deutschland lösen die Ereignisse Entrüstung aus. Ihm wird Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen, aber bis heute wurde keine Anklage erhoben. An durchschnittlich drei Tagen pro Woche geht der türkische Vertreter der internationalen Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) zum Istanbuler Justizpalast, um dort Gerichtsverfahren gegen Kollegen zu beobachten. Dabei ging es um die Kontrolle türkischer Medienkonzerne und die Beeinflussung der Öffentlichkeit durch fingierte Nutzer im Kurznachrichtendienst Twitter.

Damit war die Tür zu Yücels Zelle fest verschlossen.

Yücel hat zudem Beschwerde beim türkischen Verfassungsgericht eingelegt, das im vergangenen Monat die Freilassung von zwei regierungskritischen Journalisten verfügt hat. Der türkische Regierungschef nimmt anschließend an der Münchner Sicherheitskonferenz teil. Schließlich sind es linke und andere oppositionelle Journalisten, die in ihren Artikeln zu dicht an Regierungsgeheimnisse rührten. Rund 150 Journalisten sitzen in der Türkei in Haft, mehr als in jedem anderen Land der Welt. Kurz darauf war wegen Terrorvorwürfen Untersuchungshaft gegen ihn verhängt worden. Auch heute soll es eine Mahnwache vor der Stadthalle geben (17.30 Uhr).

Yücel darf im Gefängnis Silivri nur wenig Besuch empfangen; ab und zu dringen Botschaften von ihm an die Aussenwelt, in denen er sich selbst als "Geisel" bezeichnet.

Währenddessen fordern auch erneut viele deutsche Politiker die sofortige Freilassung Yücels! "Auch ich bin nicht sehr glücklich darüber, dass es immer noch keine Anklage gibt", sagt Cavusoglu Anfang Januar: "Aber wir können die Justiz nur dazu ermutigen, den Prozess zu beschleunigen". Er hat einen Fernseher und kann sich im Gefängnisladen Stifte und Papier kaufen.

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