Amazon Echo: Bald eigene KI-Chips für Alexa?

Amazon-Werbespot bestellte für User ungefragt Katzenfutter

Die smarten Lautsprecher von Amazon mit der integrierten Sprachassistentin Alexa helfen im Alltag, spielen Musik und steuern das Licht. Das komplette Wissen von Alexa liegt auf Servern in den USA, auf die der Lautsprecher bei jeder Anfrage zurückgreift.

Amazon arbeitet laut einem Medienbericht selbst an einem Chip mit künstlicher Intelligenz (KI).

Dass Amazon seine eigenen Werbespots auch gestalten kann, ohne Aktivierungen auszulösen, zeigt sich anhand des Super-Bowl-Spot Beispiels: Obwohl der Name Alexa zehnmal erwähnt wurde, gab es keine Meldungen über unabsichtlich aktivierte Geräte.

Mit den neuen Chips soll die Spracherkennung schneller erfolgen, weil die Befehle lokal im Gerät umgesetzt werden können und nicht erst zu Amazon-Servern übertragen werden. Das Stellen eines Timers oder Weckers ließen sich so beispielsweise auch ohne Cloud-Anfrage realisieren.

Alexa lauscht aktuell ständig, wenn das Mikrofon nicht deaktiviert wird, und speichert die letzten drei gehörten Sekunden an Audiomaterial.

Durch ein eigenes Design könnte Amazon im Konkurrenzkampf mit Google und Apple sicherstellen, dass man nicht von der Chip-Entwicklung anderer Hersteller abhängig ist, deren Produkte eventuell hinter denen der beiden Konkurrenten zurückbleiben, sondern hätte die Leistungsfähigkeit und Optimierung an das eigene Ökosystem selbst in der Hand. Deswegen müssen Algorithmen entwickelt werden, die den Befehl des Nutzers verstehen, analysieren und umsetzen. Die Hardware soll in allen Alexa-Geräten genutzt werden und würde die Spracherkennung vom Rechenzentrum ins Endgerät versetzen. Die Entwicklung könnte wahrscheinlich von Annapurna Labs durchgeführt werden, der Chiphersteller wurde 2015 für 350 Millionen US-Dollar gekauft.

Das E-Commerce-Unternehmen Amazon entwickelt offenbar einen KI-Prozessor.

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