Aus zwei mach eins? Aldi Nord und Süd wollen offenbar Geschäftsbereiche zusammenlegen

Rückruf bei Aldi Nord

Im ersten Schritt wollen Aldi Süd und Aldi Nord bestimmte Waren gemeinsam einkaufen, in Phase zwei könnte dann eine gesellschaftsrechtliche Verflechtung der Einkaufsabteilungen erfolgen, berichtete das deutsche "Manager Magazin". Doch offenbar ist man in den Zentralen nicht mehr zufrieden mit der geteilten Unternehmensentwicklung: Das Manager-Magazin zitiert jetzt aus einem Sitzungsprotokoll von hochrangigen Aldi-Managern, wonach die Effizienz des Unternehmens weiter gesteigert werden soll.

Konkret wird etwa die Zusammenlegung der Leistungen im Einkauf, sowie den "Dienstleistungsabteilungen Qualitätswesen, Corporate Responsibility, Werbung, Logistik" genannt.

Die beiden Gruppen "arbeiten als Schwesterunternehmen traditionell schon immer sehr eng zusammen", erklärten Aldi Süd und Aldi Nord. "Diesen laufenden Prozess intensivieren wir seit Jahren". 1960 teilten sie es in Aldi Süd und Aldi Nord auf - angeblich, weil sich die Brüder über die Aufnahme von Tabak in das Sortiment zerstritten. Ziel sei es, strukturelle und personelle Ressourcen zu bündeln und die Kosten zu optimieren.

Pläne für einen Zusammenschluss dementierten die beiden Ketten indes entschieden: "Eine Fusion ist weder aus der Kooperation folgend noch aus sonstigen Überlegungen geplant oder beabsichtigt", teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Das Projekt hat demnach den Namen "Kooperation Aldi Nord - Aldi Süd".

Aus dem Ausbau der Zusammenarbeit folgt laut beiden Unternehmen auch keine Personalabbau. So heißt es in dem Protokoll: "Perspektivisch sollte dann auch über weitere organisatorische Schritte der Kooperation nachgedacht werden". Ziel sei es, die Marktposition zu festigen. Vielmehr benötigten beide Unternehmen angesichts ihres Wachstums weiterhin Fachkräfte. 1961 beschlossen sie, getrennte Wege zu gehen - der Legende nach wegen des Streits, Zigaretten ins Sortiment aufzunehmen.

Das Bundeskartellamt bewertet Aldi Nord und Aldi Süd aufgrund der gemeinsamen historischen Vergangenheit und der nach wie vor unangetasteten Gebietsaufteilung schon heute als "verbundene Unternehmen".

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