Das Sterben der Orang-Utans ist dramatisch

Das Sterben der Orang-Utans ist dramatisch

Die einzige natürliche Heimat dieser friedlichen Menschenaffen: die Regenwälder auf Borneo und Sumatra, zwei der Zigtausenden Inseln des indonesischen und des malaysischen Archipels in Südostasien.

Um die Langzeit-Studie umzusetzen, arbeiteten 38 internationale Institutionen zusammen, darunter auch das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.

Die große Mehrheit der Orang-Utans starb nach Angaben der Leipziger Biologin Maria Voigt eines "unnatürlichen Todes" - entweder durch Wilderer oder dadurch, dass sie ihren Lebensraum verloren.

Zwischen 1999 und 2015 ist die Anzahl der Orang-Utans auf Borneo stark zurückgegangen. Am schlimmsten war der Rückgang in Gebieten, in denen Wald abgeholzt wurde, um landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen. Nicht mehr als 50.000 bis 100.000 Orang-Utans sind auf Borneo übrig, schätzen die Zoologen und Ökologen, die die Zahlen erhoben haben. Andererseits verschwinden die Tiere aber auch schneller als vermutet. In zahlreichen Expeditionen zählten die Forscher die Nester, die sich die Affen zum Schlafen in den Baumkronen bauen, und schlossen daraus, wie sich die Größe der Orang-Utan-Population über die Jahre veränderte. Anstelle des Dschungels wachsen jetzt Palmöl-Plantagen: furchtbar eintönige Felder, wo in streng geometrischer Ordnung Palmen der Superlative herangezüchtet werden, bis zu 30 Meter hoch, mit riesigen Blättern und tausenden Früchten.

Die Ursachen: Abholzung, Palmölanbau und Wilderei Indonesien - Forscher entdecken neue Orang-Utan-Art Die neue Spezies namens Tapanuli-Orang-Utan lebt im Norden der indonesischen Insel Sumatra. Das hochwertige Fett ist vielseitig brauchbar. Indonesien und Malaysia sind die beiden wichtigsten Produzenten. Von jährlich weltweit mehr als 60 Millionen Tonnen kommen 85 Prozent von dort. Für Tier- und Umweltschützer sind sie ein Hassobjekt. Ein Moratorium, das die Vergabe von neuen Konzessionen einschränken sollte, hat nicht viel gebracht. "Aber wenn du einen ganzen Wald abholzt und der Orang-Utan daran krepiert, passiert dir überhaupt nichts". Mitte des 19. Jahrhunderts war Borneo fast vollständig von Wald bedeckt, heute ist es das nur noch zur Hälfte.

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